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Allgemeine News und Informationen

Die heutige Verabschiedung des sogenannten Tarifeinheitsgesetzes stellt eine Zäsur in der Tariflandschaft dar.

Das betriebsbezogene Mehrheitsprinzip schafft Unruhe in den Betrieben, wo es angeblich befrieden möchte. In einzelnen Industriebereichen kommt es wohlmöglich zu einem Häuserkampf um einzelne Betriebe zwischen konkurrierenden Gewerkschaften. 

Auch wenn von den Unterstützern des Gesetzes immer wieder gebetsmühlenartig behauptet wurde, dass es mit diesem Gesetz zu keiner Einschränkung des Streikrechts komme, ist gerade dieses aber bei genauer Betrachtung für einzelne Gewerkschaften durchaus reale Gefahr: Die Verhältnismäßigkeit von Streiks kann von Arbeitsgerichten angezweifelt werden, falls zu diesen von einer offensichtlich kleinen Berufsgewerkschaft aufgerufen wurde. Und die daraus drohende mögliche Schadensersatzpflicht ist eine Abschaffung des Streikrechts durch die Hintertür.

Dieses schränkt die im Grundgesetz verbriefte Koalitionsfreiheit wesentlich ein.

Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation wird daher das Gesetz vom Bundesverfassungsgericht auf seine Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz überprüfen zu lassen.

Nicoley Baublies, Vorsitzender der UFO sagt hierzu: „Die UFO wird alle notwendigen Schritte unternehmen, um auch weiterhin der kompetente und verhandlungsmächtige Tarifpartner für die Belange der Flugbegleiter in den deutschen Fluggesellschaften zu sein.

UFO bereitet gegen das Gesetz Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe vor. Daneben plant UFO jedoch auch eine politische Antwort auf dieses Gesetz. Die Bildung einer Industriegewerkschaft im Luftverkehr (IGL), getragen von unterschiedlichen Gewerkschaften und Berufsverbänden, ist nach der heutigen Entscheidung des Gesetzgebers mehr denn je richtig.

Durch den hohen Organisationsgrad der Gründungsorganisationen einer IGL im Luftverkehr verfolgen wir die Entwicklung aufmerksam und ruhig."

Pressemitteilung des BDL

Beratungen zu Schlussfolgerungen aus Germanwings-Unglück

Die Taskforce, die am vergangenen Donnerstag in einem Spitzengespräch zwischen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und Vertretern der deutschen Luftfahrt zu möglichen Konsequenzen aus dem Germanwings-Unglück vereinbart wurde, hat heute in Berlin ihre Arbeit aufgenommen.

Sie hat dabei folgende Absprachen getroffen:

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Liebe Kolleginnen und Kollegen im gesamten Lufthansa-Konzern,


das furchtbare Unglück des Germanwings-Fluges 4U9525 hat uns alle in tiefe Trauer und eine Schockstarre versetzt. Es gibt derzeit auch für uns keine Erkenntnisse, die der Darstellung der Staatsanwaltschaft in Frankreich entgegenstehen. Wir müssen davon ausgehen, dass tatsächlich dieses Einzelschicksal aus unserer Mitte, über dessen Hintergründe wir noch nichts wissen, unsere ganze Familie in eine derart grausame Situation gebracht hat. Wir sind entsetzt und fassungslos – aber vor allem fühlen wir mit den Angehörigen der ums Leben gekommenen Passagiere und unserer Kollegen.

Das Unglück ist eine markante Zäsur in unserem Alltag und in unserer Arbeit. Keiner kann sich der großen Bestürzung entziehen, die nicht nur die Germanwings-Mitarbeiter betrifft, sondern jedes einzelne Mitglied der Fliegerfamilie. Deshalb lautet für uns das Gebot der Stunde: innehalten. Im Vordergrund steht jetzt, dass wir die schreckliche Situation so gut wie möglich in den Griff bekommen und uns um einander kümmern.


Gerade jetzt, wo die Unfallursache festzustehen scheint, heißt es zusammenzustehen:


Unsere Cockpit-Kollegen sind hervorragend ausgebildet und nach besonders strengen Kriterien ausgewählt worden. Wir dürfen nicht zulassen, dass das Vertrauen, das wir in einander haben und das Voraussetzung für unsere Arbeit ist, leidet. Es ist eine furchtbare Tragödie, die uns mit vielen Fragen zurücklässt. Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass unsere Cockpit-Kollegen ebenso entsetzt und geschockt sind. Es gibt in solch einer Situation kein “wir” und “ihr”, keine Trennung von Kabine und Cockpit, Boden und Management, keine politischen Unterschiede - es gibt nur eine gemeinsame Trauer.

Wir haben am Dienstag auf Mahnwachen an verschiedenen Orten in Deutschland zusammengestanden, uns an den Händen gehalten, gemeinsam geweint. Wir waren uns ganz nah. Lasst uns diese Nähe bewahren und miteinander den Weg weitergehen.

Bitte achtet auf Euch, hört auf Euer Gefühl. CISM Teams stehen rund um die Uhr zur Verfügung, wenn Ihr das Bedürfnis habt, zu sprechen. Ihr erreicht CISM telefonisch unter +49 (700) 7700 7703. Unser Dank geht auch an alle, die in dieser Situation helfen - die den Lufthansa-Alltag meistern und teils auch durch freiwillige Einsätze die Auswirkungen für unsere Gäste mildern. Uns ist allen bewusst, dass das im Moment nicht leicht ist.

Wir haben eine Kondolenzseite auf Facebook eingerichtet, auf der wir mit Euch Eure Gedanken und Gefühle für unsere Kollegen und deren Hinterbliebenen teilen wollen. https://www.facebook.com/groups/Germanwings4U9525/

Auch wenn Geld niemals das Leid lindern kann, haben wir ein Spendenkonto eingerichtet. Wer die Hinterbliebenen auf diesem Weg unterstützen möchte, kann auf das folgende Konto überweisen:

UFO e.V.
Nassauische Sparkasse
IBAN: DE80 5105 0015 0277 0064 82
BIC: NASSDE55XXX
Betreff: Spende 4U9525
(Bitte nur diesen Betreff verwenden, damit die Spenden eindeutig zugeordnet werden können.)
UFO wird sich um die Weiterleitung der Spenden an die Angehörigen der Kabinen-Crew kümmern.
 
Für uns ist seit Dienstag nichts mehr so wie es vorher war. Unser politisches Tagesgeschäft tritt vor den Auswirkungen dieses Schicksalsschlages in den Hintergrund. Wir haben zunächst alle Tarifverhandlungen inklusive Schlichtung vertagt.


Jetzt ist die Zeit für Trauer und Trauerbewältigung.


Auch wenn unsere Welt nachhaltig erschüttert wurde, werden wir diese Katastrophe als Familie durchstehen und nach vollständiger Aufklärung der Geschehnisse und der Gründe die zu diesem tragischen Einzelfall geführt haben, daraus lernen.

Nie war der Ausspruch: "hinterher ist nicht vorher" richtiger. Wir werden alle auch in den Wochen nach dem Absturz einen Schritt zurückgehen wollen und gemeinsam betrachten, was diese Tragödie ausgelöst hat und wie wir hieraus unser gemeinsames Unternehmen Lufthansa-Konzern in nächster Zukunft gestalten wollen. Diese Realität wird uns früh genug einholen und wir werden uns dann intensiv damit beschäftigen.  

Mit stillem Gruß
Die Gewerkschaft des Kabinenpersonals UFO e.V.

Wir bedanken uns bei unseren europäischen Freunden, die uns in dieser schweren Zeit beistehen.

Kondolenzbekundung von STAVLASNPVACVNC und The Union of Southwest Airlines Flight Attendants.

Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation UFO e.V. kommentiert die aufkommende Debatte um die ärztliche Schweigepflicht für Sicherheitspersonal im Luftverkehr kritisch.

Aus Sicht der UFO muss diese Diskussion in Ruhe mit den betroffenen Behörden, Unternehmen sowie den verschiedenen Berufsverbänden und Ärztevertretern geführt werden. Vorher müssen jedoch zwingend die verschiedenen Ursachen, die zu dieser Katastrophe geführt haben, aufgeklärt und analysiert werden. Schnellschüsse, die mit einem Eingriff in das besondere Vertrauensverhältnis zwischen einem Angehörigen des Flugpersonals und seinem Arzt verbunden sind, verbieten sich auch vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse.

Es muss sorgfältigst abgewogen werden, ob solche Maßnahmen tatsächlich zu dem gewünschten MEHR an Sicherheit führen. Dieses ist aus Sicht der UFO keinesfalls sichergestellt. Anne Struck, Vorstand Berufspolitik sagt: „ Mögliche Konsequenz einer wie auch immer ausgestalteten medizinischen Meldepflicht über das bereits bestehenden Maß hinaus könnte sein, dass sich das Besatzungsmitglied mit seinen gesundheitlichen Problemen gar nicht erst um medizinische Hilfe bemüht. Dieses würde mit einiger Wahrscheinlichkeit in der Konsequenz sogar negative Auswirkungen auf die Flugsicherheit haben“.

Am 22.01.2015 demonstrierten mehr als 1000 Mitarbeiter des fliegenden Personals der China Airlines vor der Unternehmenszentrale in Taipeh. Auslöser war der Abbruch laufender Tarifverhandlungen durch die Geschäftsführung der Fluggesellschaft, die durch den Protest der Angestellten zur Rückkehr an den Verhandlungstisch bewogen werden sollte.

In der Folge wurden vier Kolleginnen und Kollegen, ein Pilot und drei Flugbegleiter, vom Dienst suspendiert. Allen Mitarbeitern, die sich hierzu öffentlich gegenüber den Medien äußern wollten, wurde seitens des Managements angedroht, sie ebenfalls zu grounden.

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Eurecca

UFO-Smell Event Guide

Wie verhalte ich mich bei einem Vorfall, bei dem ich möglicherweise kontaminierter Kabinenluft ausgesetzt bin? Der neu veröffentlichte UFO-Smell Event Guide gibt Antworten und bietet einen Leitfaden vom Briefing bis zur ärztlichen Betreuung.

 

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Positionspapier der UFO Deutsch

UFO position paper english