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Hangout vom 16.11.2015

Gestern um 14:00 Uhr haben wir unser gewohntes Hangout gesendet. Die Live-Übertragung hat noch geklappt, danach hat es uns jedoch beim Hochladen auf YouTube die Aufzeichnung zerschossen. Alle Versuche das Video wieder herzustellen, sind leider gescheitert. Daher haben wir die Inhalte in diesem Newsletter noch einmal zusammengefasst.

 

UNITED WE STAND

Nach einer überwältigenden Kundgebung am vergangenen Freitag, bei der auch Kollegen vom Cockpit und dem Boden, der Technik uvm. Seite an Seite dem Vorstand gezeigt haben, was Zusammenhalt bedeutet, was das “Gemeinsam stark” heißt, können wir die Frage auf dem aktuellen Lufthanseaten, “Und? Was hat’s gebracht”, nur mit einem lauten, “United we stand”, beantworten! Der Zusammenhalt zwischen den Berufsgruppen ist so stark wie nie zuvor und der Vorstand scheint nicht mehr viel darauf antworten zu können.

Am Freitagabend erreichten uns dann die schrecklichen Meldungen von den Terroranschlägen in Paris, die uns geschockt und auch ratlos zurückgelassen haben. Die Welt um uns herum scheint immer mehr aus den Fugen zu geraten und wir haben kaum mehr Worte für diese Tragödie. Es bleibt nur das Mitgefühl mit den Angehörigen, die einen geliebten Menschen verloren haben oder zur Stunde noch um das Leben und die Gesundheit eines geliebten Menschen bangen. Aber auch jene Unschuldige, die Opfer von Vergeltungsschlägen wurden und die Opfer in Beirut und Bagdad, sollen nicht vergessen sein. Dann kam die Mitteilung, dass auch das Pariser Fussball-Stadion Ziel der Anschläge war, in dem gerade der Vorstand gemeinsam mit Helfern nach dem Germanwingsabsturz das Spiel Deutschland/Frankreich schauten. Erleichterung, als wir die Mitteilung erhielten, dass den Kollegen und Helfern nichts passiert war.

Lufthanseat: “Und? Was hat’s gebracht?” 


So schwierig es ist mit diesen Bildern, die uns seit Freitagabend begleiten in den Alltag zurückzukehren, der LH-Vorstand hat uns mit der aktuellen Ausgabe des Lufthanseaten problemlos in diesen zurückgeholt. Dieser ist und den sozialen Medien entnehmen wir, dass ihr das auch so seht, eine einzige Provokation und zeigt einmal mehr, dass es auch nach dem einwöchigen Ausstand, keine Bereitschaft des Vorstandes zu geben scheint, wieder in den Dialog mit uns, mit seinen Mitarbeitern, treten zu wollen. Schlimmer noch, er scheint mit seiner Strategie der absoluten Lösungsverweigerung hartnäckig weitermachen zu wollen. Wir sind jedoch weder Geiselnehmer, noch sind wir in einer ausweglosen Situation. Wir sind wie immer verhandlungsbereit - wir haben LH direkt auf der Kundgebung zu gemeinsamen Gesprächen mit den anderen Gewerkschaften aufgefordert. LH prüft seither... und prüft ... und prüft...Wir werden für den weiteren Prozess sicher noch eine Menge Energie und Durchhaltevermögen brauchen. LH scheint sich von Verhandlungstaktikern wie Schranner beraten zu lassen. Eines der Hauptargumente von ihm ist es, "dem Geiselnehmer seine Ausweglosigkeit vor Augen zu führen bis er aufgibt” - in diesem Stadium scheinen wir gerade zu sein.

Auch die inzwischen in den Briefingräumen aufgestellten Monitore mit den Botschaften von Herrn Froese und Herrn Winkelmann, wirken wie eine Orwellsche Dystopie und nicht wie ein von Frau Volkens und Frau Menne noch am Freitag Beschworenes: “Wir nehmen Sie ernst, wir wissen das Sie Lufthansa sind, wir müssen wieder ins Gespräch kommen.” Aus der Harvard-Methode wurde unverholener Psychokrieg. Das ist Schlachtenplanung und keine Deeskalation.

Wir sind erschrocken, aber in keiner Weise beeindruckt von dieser Vorgehensweise. Auch ihr zeigt uns, dass Euch klar ist, dass diese Vorgehensweise nur die Belegschaften aufspalten und demoralisieren soll. Die Kabine ist aber gerade danach ausgesucht, auch in schwierigen Situationen positiv zu sein. 

Auch die Medien greifen die Situation im Hause Lufthansa immer differenzierter auf. Bei VW war die “Basta-Politik” so lange richtig, bis Winterkorn gehen musste und der Konzern nun um seine Existenz bangt. Bei der Deutschen Bank haben die Vorstände lange Zeit ein “weiter so” propagiert. Nun gibt es neue Vorstände und ein 8 Milliarden-Minus in der Bilanz. Macht ist Verantwortung - der LH-Vorstand muss dieser Verantwortung wieder gerecht werden.

Wir können uns auf unser Bauchgefühl besinnen. Wir sind nicht gegen die Lufthansa - wir haben für diesen Konzern demonstriert, für eine Rückkehr zu einer gemeinsamen Vorgehensweise, wie wir diese auch zwei Jahre am Verhandlungstisch versucht haben.

Das komplette Video zur Kundgebung vom Freitag findet Ihr auf unserem youtube-Kanal unter dem Link: www.bit.ly/ufostreik  - das Video darf von Euch gerne über alle Kanäle und auf allen Profilen geteilt werden - spread the word.

 

Wie geht es nun für uns weiter?

 

Die Frage, die uns derzeit am häufigsten erreicht ist, ob nach dem Streik vor dem Streik ist. Diese Frage ist durchaus verständlich und so wie sich der Vorstand aufstellt, ist es wahrscheinlich, dass wir wieder vor das LAC ziehen müssen. Wann, wie und ob bleibt aber auch ein Ergebnis der Prüfung aller beteiligter Gremien.

 

Wir haben keine Eile, die acht Tage dauernde Demonstration der Ge- und Entschlossenheit ist angekommen. Nicht umsonst reagiert das Management derart schockiert und instinktlos.


Gleichzeitig wollen wir auch mit den verschiedenen anderen Berufsgruppen bzw. mit der VC und der ver.di beraten, wie wir nun geschlossen, den Vorstand daran erinnern können, dass es wieder ein Zusammenrücken - mit allen Mitarbeitern - geben muss und dass auch nach  einem Streik der Dialog und die Suche nach einem Konsens steht. Gerade ein derart geschlossen durchgeführter Streik, ist ein Zeichen der Stärke - die Vorschläge von ver.di, VC und UFO, sich an einen Tisch zu setzen sind ernst gemeint, auch wenn sich Spohr und Co. nach wie vor standhaft jedem Gespräch verweigern. Da hilft auch die viele interne Propaganda nicht. Denn: Wir haben immer wieder betont, dass wir zu Kosteneinsparungen bereit sind und haben in unserem Gesamt-Vorschlag Einsparungen von 130 Mio. Euro pro Jahr angeboten. Wenn dann das Management gebetsmühlenartig in all seinen Veröffentlichungen die notwendigen Kosteneinsparungen benennt, die die Gewerkschaften angeblich nicht einsehen wollen, ist längst klar, dass es um Kosten an sich nicht geht. Der LH-Vorstand möchte alleine “regieren” - in Deutschland jedoch sind die erfolgreichsten Unternehmen stark mitbestimmt. Was hier an Kultur verlorengegangen ist, muss mit Nachdruck wieder eingefordert werden.  Ja, wir können das nicht mehr ernst nehmen. Erst am Freitag, sagte Frau Menne öffentlich auf unserer Kundgebung, dass sich LH die von UFO geforderte Alters- und Übergangsversorgung nicht leisten könne - alleine diese spart nach dem letzten Gesamtvorschlag der UFO jedoch 70 Millionen pro Jahr, von den positiven Bilanzeffekten ganz zu schweigen . In Anbetracht dieser von UFO angebotenen Kosteneinsparungen und dem bei zwei Mrd. Euro erwarteten,  historisch besten Ergebnis der Lufthansa-Geschichte - vor Streikkosten - , ist dies mehr als zynisch und verfehlt das Problem absichtlich.

 

Aber auch wir können unsere Einladung mit uns allen in einen ernstgemeinten Dialog zu treten, nur immer wiederholen: “Lieber LH Vorstand, Sie haben es in der Hand, wenn Sie nicht weiter Ihre Mitarbeiter in den Aufstand treiben wollen, treten Sie mit uns in echte, zielführende und ehrliche Gespräche - ohne Vorbedingungen, ohne Drohungen, ohne gegenseitiges Ausspielen einzelner Mitarbeitergruppen und einzelner Airlines der Lufthansa-Familie. Lange haben Sie behauptet, dass Sie mit der VC nur deshalb nicht zu Lösungen gekommen sind, weil die Piloten den offenen Dialog verweigert haben. Sie haben Ihrer Kabine und anderen Mitarbeitergruppen mittlerweile das Gegenteil bewiesen. Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, dass Sie ehrlich Perspektiven schaffen wollen und nicht das zerstören möchten, was die Lufthansa ausmacht. Nach dem 24.03.2015 haben wir alle gemeinsam bewiesen, dass dieser Spirit, dieser Familiengeist noch da ist. Wir wissen, dass dieser Sie auf der anderen Seite stört, da er vor Angst und Willfährigkeit schützt. Aber er ist da. Sie werden ihn nicht unterdrückt bekommen.”

 

Wir werden also nun in den kommenden Tagen mit allen internen Gremien und den anderen Gewerkschaften  besprechen, wie wir weitermachen und Euch dann informieren. Derzeit kann man nur konstatieren, dass LH offenbar den Konflikt aussitzen möchte und hofft, dass Euch die Puste ausgeht. Da werden wir sie aber eines besseren belehren.

 

Alle News erfahrt Ihr über die bekannten Wege (Facebook, Twitter, Whatsapp aber natürlich auch über Newsletter und unsere Hompage). Hier noch der Hinweis, dass wieder alle Inhalte unserer Homepage verfügbar sind und diese seit heute wieder im Normalmodus läuft.

 

Infos zum Streikgeld

 

Uns erreichen die ersten Anfragen zum Thema Streikgeld. Sobald uns die ersten Abrechnungen vorliegen und erkennbar ist, wie LH mit dem Streikgeldabzug umgeht, werden wir sofort veröffentlichen, was zu tun ist.




 

Solidarität allenortens

 

Nach wie vor sind Eure Rückmeldungen, Dankesschreiben und Solidaritätsbekundungen weit über die Lufthansa-Gruppe hinaus, an uns überwältigend und der Strom an kreativen und spontanen Ideen sowie an Unterstützung reißt nicht ab. An dieser Stelle ein dickes “DANKE” von allen UFO’s für Eure grenzenlose Solidarität. Ihr seid wirklich unglaublich. Wir werden die Briefe, Videos, Posts zusammenstellen und veröffentlichen. Wir freuen uns auch weiterhin über Eure Einsendungen, bitten aber schon einmal um Verständnis, dass wir zur Sichtung und zur Zusammenstellung aufgrund der großen Masse, dafür etwas Zeit benötigen.

 

Eine spontane Idee, die auf Facebook (siehe Post von Claudia Burck unten) inzwischen einen Flut an Kommentaren und nun auch viele Anfragen an uns ausgelöst hat ist, wie man die UFO über den Mitgliedsbeitrag hinaus finanziell unterstützen kann. Die UFO ist finanziell gut aufgestellt, es besteht also keine wirtschaftliche Notwendigkeit dafür. Natürlich ist eine möglichst gut gefüllte Kasse für einen sicherlich noch langen Weg auf der anderen Seite natürlich prima.

Hierbei gibt es drei - natürlich völlig FREIWILLIGE - Möglichkeiten für Kollegen, die dennoch etwas zusätzliches tun möchten:
 

  1. Verzicht aufs Streikgeld
    Wie oben beschrieben, werden wir das Verfahren zur Beantragung von Streikgeld noch veröffentlichen. Wer auf diesem Wege unterstützen möchte, verzichtet einfach auf die Beantragung oder beantragt einen reduzierten Satz.
     
  2. Aufstockung des Mitgliedsbeitrages
    Hierzu schreibt Ihr uns am besten eine E-Mail an info@ufo-online.aero und teilt uns mit welchen Betrag Ihr für welchen Zeitraum zusätzlich zahlen möchtet, dieser ist steuerlich absetzbar mit der Mitgliedsbeitragsbescheinigung, die wir Euch am Anfang jeden neuen Jahres automatisch erstellen und zur Verfügung stellen.
     
  3. Spende
    Spenden an die UFO sind jederzeit möglich, allerdings können wir als nicht gemeinnütziger Verein keine Spendenquittungen ausstellen, insofern besteht für Euch nicht die Möglichkeit, anders als beim Mitgliedsbeitrag, die Spende steuerlich abzusetzen.

    Die Kontoverbindung lautet:
    Nassauische Sparkasse
    IBAN: DE80510500150277006482
    SWIFT-BIC: NASSDE55XXX
    Vermerk: „United we stand“


 

Es ist uns an dieser Stelle wichtig, Euch zu sagen, dass wir für diesen Arbeitskampf gut aufgestellt sind. Bitte nutzt die oben beschriebenen Varianten nur dann, wenn Ihr Euch das leisten könnt. Wir möchten nicht, dass Ihr Euch in finanzielle Schwierigkeiten bringt. Wir werden mit diesem Geld dann auch soziale Härtefälle unterstützen, die aufgrund ihrer persönlichen Lebenssituation mit dem normalen Streikgeld in Schwierigkeiten geraten.

 

United we stand

 

Mitgliederversammlung am 26.11.2015

 

Wir haben gestern im Hangout auch nochmal durch die Tagesordnung der Mitgliederver-sammlung am 26.11.2015 geführt und die einzelnen Tagesordnungspunkte, vor allem die Neuerungen, wie elektronisches Wahlverfahren, Vorstandszusammensetzung und Teamwahl aus unserer Sicht erläutert. Sascha Berger steht Euch im Vorfeld für alle Rückfragen dazu unter s.berger@ufo-online.aero zur Verfügung. Wir freuen uns auf Eure rege Teilnahme. Wer schon weiß, dass er teilnehmen kann, bereit ist noch Stimmrechtsübertragungen mitzunehmen und NICHT Mitglied der Facebookgruppe https://www.facebook.com/groups/Stimmrechte.UFOMV/ ist, kann sich auch gerne in der Geschäftsstelle melden (Tel: 06105/ 97 13 0). Wir haben mehrere Anfragen von Mitgliedern, die nicht kommen können und daher einen Stimmpaten suchen. Wir würden uns dann als “Partnervermittlung” betätigen, ganz ohne Probeabo ;-). Das Formular zur Stimmrechtsübertragung findet Ihr auch auf der Startseite der UFO-Homepage (am rechten Rand) bzw. unter nachfolgendem Link: http://ufo-online.aero/images/pdf/Stimmrechtsuebertragung.pdf

 

Eure UFO



Hier der Brief und der Facebook-Post von Claudia Burck:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nocheinmal Danke für Euer überwältigendes Feedback zu meinem Post von Sonntag Abend bei Kabine im Austausch.

Im Nachgang steht er noch einmal für alle Ufo Mitglieder die nicht bei dieser Gruppe sind und es noch nicht lesen konnten.

Danke an dieser Stelle an Ufo, dass wir die FB's hier die Plattform nutzen dürfen um unser Projekt (("Pimp my Union")) zu starten.

Ich bin jetzt absolut sicher, daß Richtige zu tun - und hoffe, ich kann Euch alle mitnehmen, die das intrigante und unsachliche Spiel der GL mit unserer Zukunft einfach unendlich leid sind.

Provozieren und Manipulieren lassen sich nur Mitarbeiter, die nicht wissen um was es geht. Ihr habt mir gezeigt, daß jeder ganz genau weiß wo der Hase hinläuft - das braucht keine Erklärung mehr. Laßt uns handeln, und unserer Gewerkschaft die Werkzeuge an die Hand geben, die es ermöglichen, einen Dialog unter Partnern auf Augenhöhe wieder herzustellen - trotz der noch anhaltenden Ignoranz der GL.

Im "Lufthanseat" wird von der GL die Frage gestellt, was hat der Streik gebracht. Die Frage ist mehr als berechtigt - vor allem weil sie sich so klar und eindeutig beantworten läßt:

Es schweißt uns zusammen und Einigkeit macht stark und zäh und vor allem ausdauernd!

Uns traut die GL augenscheinlich Nichts zu - und genau das wird zum Bummerang werden. Ihr alle seit hart im Nehmen, sonst könntet Ihr diesen Beruf nicht ausüben - geschweige denn,  diese Belastungen jahrelang aushalten - und trotzdem mit Freude und Engagement weit mehr zu bringen, als es von den Vorschriften verlangt wird - wir haben einen Beruf, in dem wir auch Berufung fühlen - und das wollen und dürfen wir uns nicht zerstören lassen.

Damit wir ausdauernd und damit erfolgreich sein können, bitte ich daher Jeden, der es finanziell vertreten kann, einen Beitrag zu leisten - denn wir müßen an Heute, Morgen und vor allem Übermorgen denken. Im Gegensatz zu unerer GL die mit aktuellen Zahlen jonglieren und Ihre Altervorsorge in trockenen Tüchern haben, müßen wir uns nachhaltig darum bemühen, auch einen kleinen Teil für unsere Zukunft zu sichern, damit wir uns zumindest nach "Lufthansa" ein angemessenes Leben leisten können. Deshalb bin ich bereit meinen Monatsbeitrag bis auf weiteres zu verdoppeln bzw. auf meine Streikgelderstattungen zu verzichten.

Es liegt an Euch und jedem Einzelnen, seinen Beitrag zu leisten - Überweist einfach regelmäßig an die Ufo den Beitrag, den Ihr euch leisten könnt, bzw. vielleicht gibt es aber auch noch andere Wege die ich dann mit Euch in Rücksprache mit der Gewerkschaft kommunizieren werde - ich bin sicher, Ihr könnt in die Zukunft nicht besser investieren, bis wir unser Ziel erreicht haben.

Eine GL in dieser Konstellation zwingt uns nicht in die Knie!

Es Bedarf auch keiner aufwendigen Bürokratie oder sonstiger formaler Schritte. Wir Ihr seht nimmt die GL viel Geld in die Hand (für Berater, Medienverzerrer, Manipiulierer usw.) um uns mundtot zu machen bzw. uns die Energie zu rauben. Das wird nicht gelingen.

Ich will wieder Stolz sein, in meiner Airline zu arbeiten - die Lufthansa spricht hier eine eigene Sprache - aber nicht der Vorstand, der es bis heute nicht verstanden hat, daß man Menschen, insbesondere die eigenen Mitarbeiter nicht wie Zahlen behandeln kann, die bei Bedarf einfach gestrichen werden. Helft mit, aus den Worten "unitet we stand" eine Philosophie zu machen, die wir leben und die wir uns von Nichts und Niemand zerstören lassen. Ich bin einfach stolz, mit Euch zu arbeiten und dabei sein zu dürfen - ein Anfang ist gemacht - und damit die Lunte entzündet.

Eure Claudia

 

 

Hier der Post von der Gruppe bei Facebook:

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich habe mir nach einer Woche schlafloser Nächte und sehr viel emotionalem Auf- und Ab am Freitag die Kundgebung in Frankfurt u.a. mit Hrn. Baublis, Fr. Volkens und Fr. Menne angehört. Ich habe es bis dahin nicht so wirklich geglaubt, mit welcher Ignoranz und intriganter Vorgehens- und Verhaltenweise versucht wird uns zu manipulieren. Ich bin der festen Überzeugung, daß jede Firma die heute bestehen will, sich auf die Zukunfstmärkte und die Mitwettbewerber einstellen muß - daher absolutes Verständnis für Änderungen und notwendige Ausrichtungen - auch wenn Sie mir gegebenenfalls unangenehme Kompromisse abverlangen.

Aber unabhängig von den sachlichen Aspekten gibt es immer wieder auch die Art und Weise wie miteinander kommuniziert wird. Hr. Baublies hat es sehr sachlich, emotionslos und überzeugend erklärt, welchen Stellenwert wir für den Vorstand haben ... und das Schlimme, eine Frau Volkens und eine Fr. Menne, die zum Spitzenmanagement gehören, haben nicht ein Wort darüber verloren, was wir für die Firma bedeuten und warum Sie so ignorant mit uns umgehen. Es war für mich ein Armutszeugnis, daß die Mitarbeiter nur als notwendiges Übel betrachtet werden, die auch noch bezahlt werden müßen. Und ich meine hier alle Mitarbeiter - nicht nur uns von der Kabine. Welchen Beitrag leistet der hochbezahlte Vorstand und welche persönliche Verantwortung übernimmt er, für die hohen Verluste, die durch eine einfache Gesprächsbereitschaft zum Dialog einfach zu vermeiden gewesen wären? BIS DATO KANN ICH NICHTS ERKENNEN(lieg ich hier falsch?). Wir sollen auf Zuwendungen verzichten, die uns damals zugesichert wurden und die für uns u.a. entscheidungsrelevant waren, diesen durchaus gesundheitsschädlichen Job mit unregelmäßigen Arbeitszeiten, jetlag- geschädigten Zeiten usw. auszuüben. Wir sind mit unserer Arbeit hohen körperlichen und psychischen Belastungen tagtäglich, jahrelang ausgesetzt - alles Dinge, die eine große Rolle spielen. Um das klar zu stellen - es gibt viele Berufsgruppen und auch viele Mitarbeiter bei Lufthansa, die einen genauso stressigen Job machen wie wir ... deshalb hat jeder das Recht, für seine Bedürfnisse einzutreten ... und genau das machen wir. Wir verlangen nichts, was nicht in dem Rahmen läuft, der uns damals angeboten wurde und den wir angenommen haben.

Ich bin einfach furchtbar enttäuscht, daß ein Vorstand, der sich als Kolleginnen und Kollegen bezeichnet, völlig resistent gegen jede Art der wertschätzenden und sachlichen Diskussion ist. Zudem jeder Beitrag auf eigener Seite fehlt - bei hunderttausenden von Euros im Jahr bzw. Millionen von Gehaltszahlungen an die Vorstände, könnte man mehr erwarten. Keine dieser Personen leistet einen für mich erkennbaren Beitrag, für den Sie persönlich einstehen. Gestern bei der Deutschen Bahn, heute bei Lufthansa, morgen bei Irgendwo. Wir bleiben und versuchen den Laden tagtäglich, ein Leben lang mit unseren Kolleginnen und Kollegen in allen Sparten der Lufthansa am Laufen zu halten. Warum wird jeder Dialog so nachhaltig verweigert - keine Antwort von Fr. Volkens oder Fr. Menne. Das kann so nicht weitergehen!

Ich möchte einen ungewöhnlichen Vorstoß wagen und Euch einfach fragen, ob ich mit meiner Idee völlig verkehrt liege. Unser Vorstand, der die Interessen unserer Firma in meinen Augen nur einseitig vertritt und uns Mitarbeiter ignoriert, braucht ein unmissverständliches Signal, damit er uns endlich warnimmt.

Wieviel ist Euch Eure Firma wert? Ich würde gerne ein weiteres Prozent meines Vedienstes (und ich brauche auch jeden Cent meines Gehaltes) an die Gewerkschaft bezahlen, damit die Streikkassen gut gefüllt sind, damit wir unsere Ziele mit der Sprache manifestieren, die der Vorstand am besten versteht: Geld! Und schließlich bin ich überzeugt dass diese Aktion auch ein positives mediales Interesse hervorrufen könnte.

Ihr wart alle so dermaßen engagiert und überzeugend in Euren Ideen und Aktivitäten, daß ich es für notwendig halte, die sture und uneinsichtige Betrachtungsweise des Vorstandes zu brechen. Es muß doch unter vernünftigen Menschen möglich sein, einen Dialog zu finden, der es uns erlaubt, unsere Firma künftig mit Stolz und Engagement zu erfüllen. Es darf nicht sein, daß ein Vorstand die Basis eines Unternehmens, uns Mitarbeiter, gänzlich übergeht, da wir "ja völlig ergebnislos streiken" gem. den Worten von Hrn. Spohr.

Der Leidensdruck ist scheinbar noch nicht hoch genug, da manche Menschen offensichtlich völlig resistent auf Ihre Sicht der Dinge beharren ohne zur Erkenntnis zu kommen. Ich möchte es mit Euch erreichen, daß wir wieder gemeinsam auf unsere Firma stolz sein können - daran darf und wird Hr. Spohr mit seinen Vorstandskollegen Nichts ändern. Aber spätestens jetzt haben wir eine neue Selbstwarnehmung und das Bewusstsein dass wir als Gruppe ein ernstzunehmender Gegner sein können. Wir haben hier das Netz mit Facebook und Co und wir sind bereit für einander einzustehen! Im Flieger haben wir es seit Jahren und Jahrzenten geübt. Immer wieder, immer wieder, immer wieder!

Danke Lufthansa für das gute Training!

Ich denke, wir könnten es jetzt aktiv für unsere Überzeugungen gebrauchen!

Wir haben die Intelligenz und die Schlagkraft des Teams und die Missachtung von den Damen und Herren aus der GL hat glaube ich nicht nur mich gereizt, oder täusche ich mich!

Das gereizte Tier(Namens Kabine) ist jetzt nicht mehr zu bändigen, es wird schlecht behandelt und wehrt sich.
Nur Zusammen sind wir stark und können die Herausforderungen meistern. Schaut euch bitte um - weder Hr. Medorn von der Deutschen Bahn noch ein Hr. Ackermann von der Deutschen Bank haben wirklich etwas bewegt - außer Milliardenlöcher aufzureißen, die dann wieder gestopft werden mußten. Die Zeche bezahlen immer die Mitarbeiter. Es ist daher an der Zeit, die Notwendigkeit zur Dialogbereitschaft eindeutig und kompromisslos beim Vorstand einzufordern, um Schaden von unserem Unternehmen und uns nachhaltig abzuwehren.

Ich frage Euch, wärt Ihr auch bereit, unsere Gewerkschaft zu stärken, damit diese genügend Rückhalt und Kapital in der Hand hat, um die Zukunft gemeinsam mit der Geschäftsführung positiv zu beeinflussen? Um ein beeindruckendes Signal zu setzten in Richtung GL und Öffentlichkeit?  Sagt  einfach ehrlich Eure Meinung, da ich nur für mich sprechen kann und natürlich Jeder eine andere Sichtweise hat. Ich möchte noch lange meinen Beruf ausüben - aber nicht als frustrierter, sich ausgenutzt gefühlter Mitarbeiter ohne Wertschätzung und ohne eine faire Altersversorgung. Es muß einfach möglich sein, zu verstehen, daß Gewinnmaximierung und Wachstum nicht der Stein der Weisen ist - nichts in der Natur kann ständig wachsen ohne sich selbst zu zerstören. Natur und Kulturen sind hierfür die besten Beispiele.

Gemeinsam können wir Alles schaffen - alleine wird Jeder früher oder später scheitern. Auch ein Hr. Spohr wird sich die Zähne ausbeißen - wenn wir wirklich zusammenhalten.

Unitedwestand-we have no fear!

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Eurecca

UFO-Smell Event Guide

Wie verhalte ich mich bei einem Vorfall, bei dem ich möglicherweise kontaminierter Kabinenluft ausgesetzt bin? Der neu veröffentlichte UFO-Smell Event Guide gibt Antworten und bietet einen Leitfaden vom Briefing bis zur ärztlichen Betreuung.

 

Überarbeitete Version

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