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Inhalt

  1. Neues Teilzeitfliegen
  2. Saisonalität - wieso, weshalb, warum 
  3. Warum Frankfurter Purser nicht alle Modelle requesten können 
  4. Rund um die Teilzeitvergabe im SMK 
  5. H-Tage und wie sie funktionieren 
  6. Eine halbe Stelle: M2 oder 180 H-Tage 
  7. Fazit


A. Neues Teilzeitfliegen

Mit dem TV Teilzeit kommen viele neue Modelle und viele neue Systematiken für das Teilzeitfliegen bei Lufthansa. Ein ganzer Monat Teilzeit muss nicht mehr zwingend am Ersten eines Monats beginnen und am 30./31. eines Monats enden. Fest planbare freie Tage pro Monat können bei den meisten Modellen schon im Jahresrequest, also weit im Voraus geblockt werden (Flexmodelle) oder liegen in einem fixen Zeitraum (untermonatig verblockte Modelle).

In Summe sind es jetzt deutlich mehr Teilzeitmodelle.

Ein paar wenige Modelle sind nicht mehr verfügbar, da sie über die Jahre nur von einer Handvoll Leute requestet wurden.

Eine der wesentlichen Neuerungen in vielen der neuen Teilzeiten: Sie können nach eigenen Wünschen „gebaut“ werden. Ob Flex-40, 75, H-30 bis 180, Mini-flex oder Study & Fly – jeder kann sich die Lage seiner Freistellungszeit selbst requesten. 

Dadurch ist mehr denn je möglich, das Fliegen auf die eigenen Bedürfnisse und Lebenssituation abzustimmen und nicht umgekehrt. Die Zeiten, in denen man erst am 27. wusste, ob man in einem Monat eine Hochzeit besuchen kann und auch noch einen wichtigen Geburtstag schafft, sind damit vorbei.

Möglich wird dies durch Teilzeittage, die noch mehr Beton als OFF-Tage sind.

Wem die untermonatige Flexibilität wichtiger als Stabilität und Gleichverteilung ist, der kann weiterhin mit den M-Modellen (M1 bis M4 bzw. 1M bis 4M) agieren.

Wir wissen, dass wir mit den neuen Regelungen Neuland beschreiten und sind uns der Herausforderung beim Erklären bewusst. Deshalb werden wir Euch neben diesen Informationen auch persönlich Rede und Antwort stehen. Wann wir vor Ort sind, erfahrt ihr per Newsletter oder Facebook (Gruppe: Lufthansa Kabine im Austausch).



B. Saisonalität - Wieso, weshalb, warum?

Die Fliegerei ist ein saisonales Gewerbe. Jahrzehnte hat das den Flugplan der Lufthansa aber nicht interessiert. Erst seit ein paar Jahren wird das Flugprogramm in den Wintermonaten stärker ausgedünnt. Mit weniger Flugprogramm gibt es aber auch weniger Flüge, die mit Crews bereedert werden müssen.

Bisher schulden wir über das gesamte Jahr die gleiche Arbeitszeit, wodurch ein Ungleichgewicht zwischen dem Bedarf an Kabinenpersonal und zu bereedernden Flügen entstand. Der Arbeitgeber kann uns aber durch den Stundenkorridor und flexibles Verteilen von freien Tagen bisher stark saisonal planen, ohne dass wir einen Einfluss darauf nehmen können. In unseren Dienstplänen haben wir diese Diskrepanz immer dann besonders gespürt, wenn wir an die Flugstundengrenzen gestoßen oder mal wieder der MTV bis an die Grenzen (und darüber hinaus) ausgereizt wurde. Mal ganz abgesehen von den geringen Kapazitäten für Urlaub im Sommer.

Durch die Saisonalität entsteht also ein Überhang an Personal im Winter und ein Engpass im Sommer. Lediglich mehr Menschen einzustellen macht der Arbeitgeber aber schon aus Kostengründen nicht mit, denn das löst nicht das Problem. Dadurch würde nur das Problem in den Sommermonaten kleiner werden, in den Wintermonaten würde es sogar verschlimmert, da es dann noch mehr Überhang gibt.

Um den extremen Belastungsspitzen zu begegnen und wieder mehr verfügbare Freizeit wie etwa Urlaub in den Sommermonaten zu schaffen, haben wir die saisonalen Teilzeitmodelle entwickelt. Diese neuen Teilzeiten bieten zudem die Vorteile fester und im Voraus requestbarer Freizeit.



C. Warum Frankfurter Purser nicht alle Modelle requesten können

Die oben beschriebene Saisonalität ist der Grund, weshalb für Frankfurter Purser bei dieser Teilzeitausschreibung nur saisonale Teilzeitmodelle verfügbar sind.

Bei den Flugbegleitern wurde der Saisonalität bereits mit dem JAZ und dem Folgemodell SMK begegnet. Ein vergleichbares Tool für die Gruppe der Purser fehlte bisher. Mit den saisonalen Teilzeitmodellen kann also erstmals Saisonalität innerhalb der Pursergruppe abgebildet werden.

Nach Auswertung der aktuellen Planungsziele hat sich ergeben, dass die Purser in FRA im Winter in einen deutlichen Personalüberhang laufen. Bei den Pursern in MUC ist das anders. In MUC ist durch weniger Saisonalität im Flugprogramm die Diskrepanz zwischen verfügbarem und benötigtem Personal im Winter nicht so groß.

Jedes Teilzeitmodell, das diesem Problem nicht abhilft, würde diesen Zustand manifestieren und teilweise sogar verschlimmern. Die Folge wäre dauerhafte Maximalauslastung in den Sommermonaten und Zwangsteilzeit in den Wintermonaten durch Unterstunden. Gerade die Purser haben in den vergangenen Jahren mit diesen Problemen besonders zu kämpfen gehabt. Das lag einerseits an einem Personalmangel, der auf schlechter Planung beruhte und andererseits an der Diskrepanz zwischen saisonalem Flugprogramm und nicht-saisonalem Personalkörper.

Deshalb stehen für diese Gruppe in dieser Ausschreibung nur saisonale Teilzeitmodelle zur Verfügung. Sobald ein über das Jahr saisonal ausgeglichenes Planungsziel erreicht wird, stehen wieder alle Modelle zur Verfügung.



D. Rund um die Teilzeitvergabe im SMK

Bei den SMKlern hat sich auch einiges getan: Durch die Einführung von Study & Fly und Study & Fly-Flex kann Fliegen jetzt noch besser mit einem Studium verbunden werden. Während die Flex-Variante hoch flexibel ist, bietet reines Study & Fly viel planbare Freizeit. Je nachdem wie sich das Studium für den oder die Einzelne gestaltet, kann frei gewählt werden.

Es gibt im SMK allerdings auch diejenigen Kollegen, die so schnell es geht in den MTV wechseln wollen. Auch diese Mitarbeiter sollten sich über ein für sie passendes Teilzeitmodell Gedanken machen. Denn für den Fall, dass die Kapazitäten für einen MTV-Wechsel nicht ausreichen, wird man eventuell noch ein Jahr im SMK fliegen. Die Ausschreibung zum Wechsel in den MTV ist im Anschluss an die Teilzeitvergabe. Also noch vor dem Urlaubs- und Teilzeittagerequest.

Sollte der Wechsel in den MTV jedoch klappen, wird der Teilzeitrequest im SMK ungültig. Nach drei Monaten in Vollzeit kann dann in ein untermonatiges Modell wie M1, M2, M4, 1M, 2M, 4M und S1 gewechselt werden. Die weiteren Modelle können dann mit der nächsten Teilzeitjahresvergabe beantragt werden.



E. H-Tage und wie sie funktionieren

H-Tage sind Teilzeittage. Teilzeittage sind feste freie Tage und für die Planer unantastbar. Aus Sicht des Arbeitgebers ist die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter an diesen Tagen nicht verfügbar. Die Systematik von Teilzeittagen wurde mit dem SMK eingeführt, dort heißen sie V-Tage, und werden jetzt als H-Tage für alle verfügbar.

Was passiert systematisch in einem Monat mit H-Tagen?

H-Tage sind feste Abwesenheitstage wie beispielsweise Urlaub. Das bedeutet für 

  • den Anspruch auf freie Tage, dass jeder Abwesenheitstag den Anspruch auf freie Tage verändert. Liegen in einem Monat zum Beispiel 15 H-Tage, verbleibt für den restlichen Monat noch ein Anspruch auf 5 freie Tage. Eine Tabelle zum Verhältnis von Abwesenheitstagen zu freien Tagen ist in den FAQ Teilzeit und der Onlinehilfe zum MPG zu finden.
  • den Anspruch auf OFF-Tage: H-Tage verhalten sich im Bezug zu OFF-Tagen genau wie Urlaub oder Krankheitstage. OFF-Tage sind 4 zusammenhängende feste freie Tage, die vom Kontingent des allgemeinen Anspruchs auf freie Tage abgehen. Sind beispielsweise 10 freie Tage zu gewähren, müssen 4 davon OFF-Tage sein. Wie bei allen Abwesenheiten, also Urlaub oder Krankheit gibt es ab 11 H-Tagen keinen Anspruch mehr auf OFF-Tage. Dieses Instrument wird benötigt um im restlichen Monat Flugdienste sinnvoll unterbringen zu können.
  • Die Flugstundengrenzen verändern sich mit der Anzahl an H-Tagen in einem Monat. Jeder H-Tag hat eine Zuschreibung von 2,33 Flugstunden. In einem Monat mit 10 H-Tagen sind das 23,3 Flugstunden. Die Auslösegrenze für Mehrflugstunden wird dabei um den Wert der Flugstunden durch H-Tage nach unten angepasst. Hier also 70-23,3=46,7. Ab der 46,8. Flugstunde werden dann also Mehrflugstunden gesammelt. Die Fakturierung von mehr als 100% beginnt dabei, wie bei den M Teilzeiten auch, ab der tatsächlich geflogenen 70. Flugstunde und nicht ab der 70. Flugstunde, die sich durch Zurechnung der H-Tag ergibt. 

 

I. Anspruch auf Urlaub bei H-Modellen

Tariflich stehen jeder und jedem 42 Tage Urlaub zu. Bei einer 7-Tage-Woche bzw. potentiell 365/366 Arbeitstagen ergeben sich daraus 6 Wochen bezahlter Urlaub. Bereits heute reduziert sich der Anspruch auf Urlaubstage bei Modellen mit ganzen Teilzeitmonaten um 3,5 Tage je Abwesenheitsmonat. Wer also einen ganzen Monat Teilzeit hat, kann noch 39 Urlaubstage auf die restlichen 11 Monate verteilen.

H-Tage bzw. verblockte Teilzeiten reduzieren die eigene Verfügbarkeit, sodass der Anspruch auf Urlaubstage geringer wird. Pro 30 H-Tagen können ebenfalls drei Urlaubstage weniger auf die restlichen Arbeitstage verteilt werden. Dafür müssen aber auch weniger Arbeitstage geleistet werden bzw. stehen 30 Tage mehr fest planbare Freizeit zur Verfügung.

Habe ich beispielsweise 10 H-Tage in einem Monat und möchte 20 Tage frei haben, dann brauche ich noch 10 Urlaubstage. Ohne H-Tage bräuchte ich dafür dann 20 Urlaubstage.

 

II. Request von H-Tagen

In einigen der neuen Modelle kann man H-Tage zusammen mit dem Urlaub requesten. In diesen Fällen genießt Urlaub gegenüber H-Tagen Vorrang.

Für die Vergabe von H-Tagen ist sowohl Seniorität als auch Vergabegerechtigkeit entscheidend. Einmal gewährte H-Tage sind für ein Jahr gültig und werden jährlich mit dem Urlaubsrequest neu vergeben.

Die Kollegen im SMK haben mit dieser Logik bereits gute Erfahrungen gemacht. Deren V-Tage werden ebenfalls mit dem Urlaub requestet und vergeben. Die Rückmeldungen der Kollegen waren und sind durchweg positiv.

Beim Request von H-Tagen können wie beim Urlaub mehrere Alternativen angegeben werden. Gedanklich sollten bei der Planung von H-Tagen und Urlaub erstmal die Zeiten bestimmt werden, in denen frei sein soll. Abhängig von der eigenen Priorität für diese Freizeit, können dann entweder H-Tage oder Urlaub für den Zeitraum requestet werden. Oder auch gegeneinander abgesichert werden durch die jeweiligen Requests und Alternativen.

Sollten H-Tage doch nicht da gewährt werden, wo sie gewünscht sind, können sie getauscht oder sogar innerhalb des Monats geschoben werden. In welchen Modellen das geht und in welchen nicht, kann in den von LH veröffentlichten FAQ nachgelesen werden. 


III. Krankheit während der H-Tage

Anders als bei Urlaub werden H-Tage bei Krankheit nicht nachgewährt. Denn Urlaub ist der bezahlte Ausgleich für geleistete Arbeit und dient der Erholung von derselben. Teilzeit dagegen ist selbstgewollte Freizeit, mit welcher der Arbeitgeber nichts zu tun hat, vor allem dient sie nicht der gesetzlich vorgeschriebenen Erholung. H-Tage können deshalb nicht nachgewährt werden.


IV. Vergütung und Schichtzulage

Die Grundvergütung ist bei H-Modellen jeden Monat entsprechend des Arbeitszeitquotienten, der sich aus der Anzahl der H-Tage ergibt (bei 180 H-Tagen = 50,68%). Dafür variiert die Schichtzulage je nach Anzahl von H-Tagen in einem Monat.

Liegen in einem Monat keine H-Tage, wird eine Schichtzulage wie bei Vollzeit gezahlt. Beispiel: In Gehaltsstufe 12 beträgt die Schichtzulage 452,28€ (=2.774,73*16,3%). Pro H-Tag in einem Monat wird die Schichtzulage um 1/Anzahl der Tage im Monat gekürzt, sodass in einem 31 Tage-Monat mit 15 H-Tagen 233,44€ Schichtzulage gezahlt wird (=452,28/(16/31)). In Monaten ohne H-Tage wird also eine Zulage in Höhe von 452,28€ gezahlt bzw. entsprechend der eigenen Gehaltsstufe.

 

F. Eine halbe Stelle: M2 oder 180 H-Tage

Wir wollen anhand dieses Beispiels die Systematik der H-Tage nochmals verdeutlichen. Die Logik lässt sich auf jeden beliebigen Arbeitszeitquotienten entsprechend anwenden.

Rahmenbedingungen von M2: 

  • 30/31 Verfügbarkeit pro Monat
  • 42 Urlaubstage
  • Anspruch auf 19 freie Tage im Monat und 62 im Quartal
  • Arbeitszeit und Vergütung 51,09% 

Rahmenbedingungen 180 H-Tage 

  • Verfügbarkeit im Monat frei wählbar.
  • 22 Urlaubstage
  • Anspruch auf freie Tage im Monat und im Quartal abhängig von Anzahl H-Tagen im Monat
  • Arbeitszeit und Vergütung 50,68%  


I. Freie Tage

Beim bekannten Modell M2 ist jeder Tag des Monats ein potentieller Arbeitstag, denn planerisch ist jeder Tag für einen Flug verfügbar. Angenommen 180 H-Tage werden gleichmäßig auf 12 Monate aufgeteilt, ergeben sich daraus 15H-Tage pro Monat (180/12=15).

Planerisch steht jemand mit 15 H-Tagen nur die verbleibenden 15 bzw. 16 Arbeitstage zur Verfügung, denn H-Tage sind garantierte Freizeit. Wie bei Urlaubstagen reduzieren diese Abwesenheitstage den MTV-Anspruch auf freie Tage, sodass noch 5 freie Tage zu gewähren sind (insgesamt 20 bzw. 19 freie Tage in einem Monat, abhängig von der Anzahl an Tagen in einem Monat). Bei M2 besteht dagegen immer ein Anspruch auf 19 freie Tage innerhalb des gesamten Monats.


II. Schichtzulage

In der Schichtzulage ergibt sich in diesem Beispiel nur ein kleiner Unterschied: Ausgehend von beispielsweise Gehaltsstufe 12, betrüge die Schichtzulage bei M2 für ein ganzes Jahr 2772,84€. Bei 15 H-Tagen in jedem Monat betrüge die Zulage für ein Jahr 2748,60€. Der Unterschied von 24,25€ ergibt sich aus dem kleineren Arbeitszeitquotienten im H-Tage-Modell.

  

III.Urlaub

Auf den ersten Blick hat das H-Modell deutlich weniger Urlaubstage. Doch im Ergebnis macht es keinen Unterschied. Für beispielsweise zwei Wochen Urlaub müssen bei M2 14 Tage Urlaub genommen werden, während im H-Modell nach unserem Beispiel kein Urlaubstag genommen werden muss, schließlich sind ja schon 15 Tage in jedem Monat verblockt frei. Soll ein ganzer Monat freigenommen werden, müssten bei M2 30 bzw. 31 Urlaubstage genommen werden, während in unserem Beispiel für das H-Modell noch 15 bzw. 16 Urlaubstage genommen werden müssten. Letztendlich sagt die reine Anzahl an Urlaubstagen nichts über die Möglichkeiten zur Planung von Freizeit aus. Durch H-Tage ist ohnehin schon einiges an freier Zeit da. Soll das noch aufgestockt werden, braucht es dementsprechend weniger Urlaubstage. Unterm Strich kann im H-180 Modell ebenso viel geblockte freie Zeit geplant werden wie bei M2. Durch die H-Tage braucht es dafür nur weniger Urlaubstage.

 

IV. Zwischenergebnis zum Vergleich

Es ist also abhängig von den persönlichen Bedürfnissen, welches Modell für den Einzelnen das Bessere ist. Wer mit seiner Freizeit langfristig fest planen will, sollte sich das H-Modell sehr genau anschauen. Wer seine Freizeit dagegen kurzfristiger planen kann und/oder möchte, für den ist vermutlich das M-Modell interessanter.

Dieses Beispiel zeigt aber auch, dass im Ergebnis sehr ähnliche Modelle völlig unterschiedliche Bedürfnisse bedienen können. Dazu kommt, dass bei H-Modellen die Freistellungen auch bis zu drei Monate am Stück sein können, die Monate dazwischen in Vollzeit. Den Möglichkeiten sind (fast) keine Grenzen gesetzt.


G. Fazit

Die vielen neuen Varianten an Teilzeit sind nach der Befragung zur Urabstimmung im Jahr 2015 entstanden. Der Arbeitgeber hatte überhaupt kein Interesse neue Teilzeiten einzuführen. Mit einem möglichst geringen Personalkörper, der (ob in Teilzeit oder in Vollzeit) im Sommer an das Maximum geplant wird und mit M-Teilzeiten, in denen der Arbeitgeber auf Mitarbeiter faktisch den ganzen Monat zugreifen kann und sie ggf. sogar günstiger in die Mehrflugstunden planen kann, war Lufthansa eigentlich zufrieden. In der Schlichtung ist es uns jedoch gelungen diese große Fülle an Teilzeiten, die Euren sehr unterschiedlichen Bedürfnissen Rechnung tragen sollen, einzuführen.

Wir stellen damit die bisherige Teilzeitwelt völlig neu auf. An vielen Punkten werden bisherige Systematiken ganz anders dargestellt. Dies hat allerdings an jeder Stelle rechtliche, formale oder organisatorische Gründe. Die Veränderungen, sei es bei Urlaubstagen, Schichtzulage oder sonstigen Veränderungen stellen euch rechnerisch oder faktisch auf keinen Fall schlechter. Es wird aber Zeit brauchen, bis diese völlige Systemerneuerung jedem bewusst wird. Außerdem haben wir uns zwei Jahre Zeit genommen an der endgültigen Umstellung der Teilzeiten weiterzuarbeiten. In dieser Testphase werden wir sehr genau monitoren, wie ihr damit zurecht kommt, wie z.B. die Vergabe und das Verschieben von H-Tagen klappt sowie ob und wie man den Ausgleich der Saisonalität vernünftig misst. Wir werden weiter informieren, aber auch sehr gut zuhören, messen und ausprobieren müssen. Aber, es ist Euer Projekt, es ist dafür da, um Belastung zu reduzieren, Familie und Beruf, bzw. die allgemeine Work-life-balance zu verbessern. Also gebt uns Rückmeldung, fragt uns und lasst uns die nächsten zwei Jahre nutzen, um das Thema gesamthaft anzugehen.

 

Anhang: Einzelfragen zur Teilzeit


Die untenstehenden Fragen wurden an uns herangetragen und sind nur ergänzend, vor allem aber nicht abschließend.

Muss man seinen TZ Request jedes Jahr neu eingeben?

Alle Teilzeitmodelle können in der Jahresvergabe requestet werden. Diese findet ein Mal im Jahr statt. Falls diese Modelle nicht befristet vergeben werden, kann der Mitarbeiter in der TZ verbleiben. Falls man sein Modell verlassen bzw. verändern möchte, ist dies in der jährlichen Teilzeitvergabe möglich.

Eine Ausnahme hierbei sind die M-Modelle. Diese können unterjährig mit drei Monaten Vorlauf beantragt werden.

 

Wie lange ist die Requesteingabe möglich?

Der SMK Teilzeitrequest läuft bis zum 04.07.17.
Der Teilzeitrequest für alle anderen wurde bis zum 09.07.17 verlängert

 

Wie lange muss man in einem TZ Modell bleiben, bis wieder ein anderes requestet werden kann?

Der Mitarbeiter hat alle 12 Monate die Möglichkeit, ein anderes Teilzeitmodell zu wählen. Ein Wechsel in Vollzeit ist dagegen jederzeit möglich. 

 

Ist vor Eingabe des Urlaubsrequests klar, wie die Verteilung der H-Tage ist?

Kurze Zeit nach der Teilzeitvergabe beginnt der Urlaubsrequest. Mit dem Urlaub werden dann die H-Tage requestet. In der Reihenfolge der Abarbeitung ist der Urlaub das höhere Gut, Urlaub wird gegenüber H-Tagen priorisiert.

Dem Mitarbeiter wird am Ende der Urlaubsvergabe seine Abwesenheiten für das gesamte nächste Jahr mitgeteilt, sowohl Urlaub als auch H-Tage.

 

Modelle mit unterjährigem Einstieg

Es gibt weiterhin Modelle mit unterjährigem Einstieg. Diese Modelle (M1, M2, 1M, 2M und S1) kann man in der Jahresvergabe oder mit drei Monaten Vorlauf auch unterjährig beantragen. Es gibt bei diesen Modellen keine Kontingente, die eine Vergabe beschränken. Einzig die Modelle 4M und M4 können nur unterjährig beantragt werden, insofern noch freie Kontingente vorhanden sind. Sollte jedoch in einer Planungsgruppe (FB FRA/MUC, PUR FRA/MUC) der saisonalen Auslastung nicht begegnet werden, sind ausschließlich die saisonalen Varianten verfügbar.

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