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Aktuelle Themen rund um Lufthansa

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 13.11.2015 haben wir die Geschäftsleitung unserer Lufthansa zu einem verhandlungsfähigen und fairen Angebot zur Versorgung sowie einem Umdenken im Umgang mit ihren Mitarbeitern aufgefordert. Beides ist bis heute nicht geschehen.

 

Vom offenen Dialog zum Job-Gipfel

Die drei im Unternehmen vertretenen Gewerkschaften haben ein Umdenken im Umgang miteinander laut gefordert. Wir als UFO hatten den Wunsch ohne Vorfestlegung auf Themen in einen offenen Dialog zu treten. Das Management machte daraus einen “Jobgipfel”, der von vornherein auf Themen festgelegt ist. Ganz zu schweigen davon, dass wir von diesem Vorschlag zuerst aus der Presse erfahren mussten, um dann doch irgendwann eine E-Mail zu erhalten. Einen echten Versuch, das Vertrauen wiederzugewinnen, stellen wir uns anders vor. Daneben ist schon die Wahl der Bezeichnung “Job” ein Affront. Wir verstehen uns nicht als Jobber; wir haben einen Beruf. Es ist erschreckend wie weit sich die Unternehmenslenker von ihren Leuten entfernt haben. Vielleicht ist es auch nur ein Ausfluss ihrer eigenen Wahrnehmung auf das, was sie jeden Tag für unsere Lufthansa machen. Wie herum auch immer: Es dient nicht dazu unsere Zuversicht auf ein geändertes Miteinander zu fördern.

Dennoch haben wir versucht diesen Ansatz aufzugreifen und eine Reihe an Vorschlägen gemacht, um doch noch Spitzengespräche zu ermöglichen. Aus verständlichen Gründen hat VC ihre Teilnahme bereits kurz nach Ankündigung abgesagt. Daraufhin haben wir Bettina Volkens und Carsten Spohr ein Schreiben zukommen lassen, in welchem wir unsererseits die Bedenken am Vorgehen zu solch einer Einladung zu schildern (Hier nachlesen). Erst am heutigen frühen Mittag haben wir auf dieses Schreiben eine Antwort erhalten. Es ist noch immer nicht zu erkennen, dass die Vorstände von den in der Vergangenheit gemachten Aussagen abrücken wollen. Es erging lediglich das Angebot ein offenes Gespräch zu führen, um uns die Notwendigkeiten des Unternehmens darzustellen. Dieses Angebot geht völlig an dem vorbei, was wir vorgeschlagen hatten. Vor offenen Gesprächen würden wir uns nie verwehren wollen - doch es muss um die Belange der Mitarbeiter gehen und nicht um die Belange des Unternehmens. Das Eine bedingt selbstverständlich das Andere, doch die Denkrichtung ist entscheidend. Wir werden weiterhin mit den Kollegen der VC und der ver.di daran arbeiten, das gemeinsam gewünschte Gespräch auf den Weg zu bringen. Die Vorzeichen dazu stehen derzeit leider nicht allzu gut.

 

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Hangout vom 16.11.2015

Gestern um 14:00 Uhr haben wir unser gewohntes Hangout gesendet. Die Live-Übertragung hat noch geklappt, danach hat es uns jedoch beim Hochladen auf YouTube die Aufzeichnung zerschossen. Alle Versuche das Video wieder herzustellen, sind leider gescheitert. Daher haben wir die Inhalte in diesem Newsletter noch einmal zusammengefasst.

 

UNITED WE STAND

Nach einer überwältigenden Kundgebung am vergangenen Freitag, bei der auch Kollegen vom Cockpit und dem Boden, der Technik uvm. Seite an Seite dem Vorstand gezeigt haben, was Zusammenhalt bedeutet, was das “Gemeinsam stark” heißt, können wir die Frage auf dem aktuellen Lufthanseaten, “Und? Was hat’s gebracht”, nur mit einem lauten, “United we stand”, beantworten! Der Zusammenhalt zwischen den Berufsgruppen ist so stark wie nie zuvor und der Vorstand scheint nicht mehr viel darauf antworten zu können.

Am Freitagabend erreichten uns dann die schrecklichen Meldungen von den Terroranschlägen in Paris, die uns geschockt und auch ratlos zurückgelassen haben. Die Welt um uns herum scheint immer mehr aus den Fugen zu geraten und wir haben kaum mehr Worte für diese Tragödie. Es bleibt nur das Mitgefühl mit den Angehörigen, die einen geliebten Menschen verloren haben oder zur Stunde noch um das Leben und die Gesundheit eines geliebten Menschen bangen. Aber auch jene Unschuldige, die Opfer von Vergeltungsschlägen wurden und die Opfer in Beirut und Bagdad, sollen nicht vergessen sein. Dann kam die Mitteilung, dass auch das Pariser Fussball-Stadion Ziel der Anschläge war, in dem gerade der Vorstand gemeinsam mit Helfern nach dem Germanwingsabsturz das Spiel Deutschland/Frankreich schauten. Erleichterung, als wir die Mitteilung erhielten, dass den Kollegen und Helfern nichts passiert war.

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#unitedwestand

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die vergangenen acht Tage waren für alle ein außerordentliches Erlebnis. Jeder hat für sich und auf seine Weise diese Zeit erlebt. Die Einen saßen im Ausland fest, die Anderen sind jeden Tag am Kiss & Fly oder am FOC erschienen, wieder andere sind einfach zu Hause geblieben und wenige sind fliegen gegangen. Obwohl anscheinend jeder diesen Arbeitskampf anders erlebt hat, steht über alledem ein überwältigendes Gefühl: Zusammenhalt!

Hier könnt ihr auf youtube das Video der gestrigen Kundgebung ansehen:
https://youtu.be/ONB-4AoN808

Wir haben sehr deutlich gezeigt, was die Kabine vom derzeitigen Umgang des Lufthansamanagements mit seinen Mitarbeitern hält und mit dem fulminanten Abschluss am gestrigen Freitag dürfte klar geworden sein, dass wir damit nicht alleine im Konzern sind. Umso erschütterter sind wir über die Reaktionen der Konzernleitung. In völlig realitätsfremd anmutenden Ausmaßen wird das ewig gleiche Mantra der Kostenparole wiederholt. 


Carsten Spohr krönt dies mit einem Brief an die Kabine, der wie aus einer anderen Welt zu sein scheint:

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Nach der Pressekonferenz vom vergangenen Montag (hier anschauen) haben uns per facebook, Email, Telefon, twitter, whatsapp, persönlich im Crewkeller und jedem anderen erdenklichen Kanal unheimlich viele und überwältigende Rückmeldungen erreicht, die uns bestärken und bestätigen. Wir selbst sind ebenfalls noch immer traurig, enttäuscht und wütend über das Verhalten von Lufthansa. Nach zwei Jahren die Mitarbeiter so vor den Kopf zu stoßen, ist ein herber Schlag, den wir gerade alle spüren.

Presse und Öffentlichkeit reagieren bisher überwiegend positiv auf unsere Streikankündigung und nehmen unseren Weg und wie wir an den jetzigen Punkt gekommen sind, gut auf. Natürlich versucht Lufthansa mit ihrer eigenen Maschinerie dagegen zu halten.

Zwar haben wir eine Propagandaschlacht erwartet, doch über die Faktenferne und das Niveau auf dem diese geführt wird, sind wir ernstlich verwundert. Wir werden auf solch einen Pfad nicht einschwenken, sondern Euch umfassend und nach bestem Wissen und Gewissen informieren. Wir können nur sagen, dass wir uns so viel Kreativität im Verhandlungsraum gewünscht hätten, wie diese nun in der Verunglimpfung unserer gemeinsamen Interessen an den Tag gelegt wird. Lasst Euch nicht von einzelnen Berichten verunsichern - wir alle wissen was auf dem Spiel steht.

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Lieber Nicoley,
liebe Kolleginnen und Kollegen der UFO,

in dem nun anscheinend bevorstehenden Arbeitskampf im Lufthansa-Konzern wünschen wir den Kabinenkolleginnen und -kollegen viel Kraft und Erfolg für die Durchsetzung ihrer Interessen.

In unseren Verhandlungen und Arbeitskämpfen der vergangenen Monate war es uns stets bewusst und uns zugleich ein Ansporn, dass wir durch diese auch positive Effekte für die Verhandlungen anderer Berufsgruppen im Lufthansa-Konzern erzielen können. Genauso wäre ein Verhandlungserfolg der UFO ein gutes Signal für die anderen Berufsgruppen. Schon aus diesem Grund, aber auch aufgrund der kollegialen Verbundenheit, steht die VC geschlossen an der Seite des Kabinenpersonals bei Lufthansa.

An den unterschiedlichen Verhandlungsverläufen bei UFO, VC und allen anderen, auch internationalen Gewerkschaften im Lufthansa-Konzern kann man leicht ablesen, dass nicht die Gewerkschaftsseite die jeweiligen Verhandlungsblockaden in der letzten Zeit ausgelöst haben kann. Umso wichtiger ist es, dass wir uns jeweils auf unsere Tarifkonflikte konzentrieren und mit aller Kraft für den Erhalt unserer jeweiligen Tarifverträge und eine zukunftsfähige Lufthansa kämpfen. Dabei wünschen wir UFO viel Erfolg.

Mit solidarischen Grüßen, der VC-Vorstand


Ilja Schulz
- Präsident -

Ingolf Schumacher
- Vorsitzender Tarifpolitik -

 

Das Schreiben der VC hier als PDF 

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