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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit dem Schreiben der SunExpress-Geschäftsführung vom 3. April, das die Entfristung der Interpersonal Kolleginnen und Kollegen in Aussicht stellt, folgt der Arbeitgeber lediglich der aktuellen Gesetzeslage und verteilt nicht etwa zusätzliche „Wohltaten“.

Denn: Am 1. April 2017 ist bereits das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) in Kraft getreten. Ab diesem Monat kann der Verleiher (Interpersonal) seine Arbeitnehmer dem Entleiher (SunExpress) grundsätzlich nur noch für höchstens 18 Monate überlassen.

Auch hinsichtlich des „Equal Treatment“ enthält das neue Gesetz Erweiterungen: Ist ein Arbeitnehmer mehr als 9 Monate im selben Kundenunternehmen (SunExpress) tätig, stehen ihm dieselben Arbeitsbedingungen zu, die den anderen Arbeitnehmern gewährt werden. Dies betrifft sowohl die Vergütung als auch z.B. freie Tage und Arbeitszeiten.

Wichtig für alle Interpersonal-Kolleginnen und -Kollegen, die dauerhaft zur SunExpress wollen, ist, dass die Geschäftsführung nun im ersten Schritt konkrete Entfristungs- bzw. Übernahmeangebote für alle bisher bei Interpersonal Angestellten macht. Das ist bisher unterblieben und ihr befindet euch in einem unerträglichen Schwebezustand.

Im zweiten Schritt müssen dann die vertraglichen Feinheiten zusammen mit Interpersonal und SunExpress abgestimmt werden. UFO-Mitglieder werden dabei von uns bei Bedarf juristisch unterstützt, damit beim Übergang vom einen in das andere Arbeitsverhältnis nichts schiefgeht.

Wir fordern SunExpress dringend dazu auf, ihren Ankündigungen nun wirklich auch Taten folgen zu lassen und nicht nur „Beruhigungspillen“ zu verteilen. Davon hat es in der Vergangenheit schon zu viele gegeben. Und wir erwarten von den Interpersonal- und SunExpress-Verantwortlichen, dass keinerlei nachteiligen Zusammenhänge zwischen Entfristung und UFO-Mitgliedschaft hergestellt werden: Liebe Interpersonal- / SunExpress-Kolleginnen und -Kollegen, unsere Firma erfährt niemals, wer UFO-Mitglied ist, es sei denn ihr entscheidet euch, den UFO-Pin öffentlich zu tragen…

Zu den oben angeführten, als Einschüchterungsversuche interpretierbaren Aussagen passt auch die Reaktion der Geschäftsführung auf unsere Aufforderung, die UFO-Tarifkommission zur Vorbereitung von Tarifverhandlungen zur Errichtung einer Personalvertretung freizustellen: Man lehnt dies mit dem Hinweis ab, dass man als Arbeitgeber für seine Kommunikation mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern keine Personalvertretung benötige. Aber wer weiß denn eigentlich genau, was uns Fliegern guttut: Ja, nur wir, die aktiven Flieger, sonst keiner!

Wir fragen uns ernsthaft, warum die SunExpress-Chefetage glaubt, so besonders zu sein, dass sie die einzige Airline im LH-Konzernverbund ohne Personalvertretung ist und weiterhin sein darf?! Die einzig richtige Antwort darauf ist, euch der UFO anzuschliessen. Und wir, eure Tarifkommission, werden mit der UFO gemeinsam beraten, wie der SunExpress verdeutlicht wird, dass wir uns nicht mit „Brotkrumen“ abspeisen lassen.

Als weitere Maßnahme werden wir aktiv Kontakt mit interessierten Cockpit-Kolleginnen und -Kollegen aufnehmen, um Gemeinsamkeiten auszuloten, Ziele anzugehen und gemeinsam zu erreichen.

Faire Arbeitsbedingungen benötigen immer eine starke Gewerkschaft. Diese haben wir mit der UFO/IGL, die bereits viele Erfolge innerhalb der Fliegerei bei der Etablierung nachhaltiger Regelungen zu Arbeitszeiten und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten errungen hat.

We will rock it!

Eure UFO-TK
SunExpress

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