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Germanwings

Stellungnahme zur Urabstimmung

Nicht unnötig und unangemessen

25.06.2013

Wir möchten uns nochmals zu Wort melden und zur Germanwings News Stellung nehmen:

Wir empfinden diese Urabstimmung weder als unnötig noch als unangemessen.

Den Zeitpunkt kurz vor den Sommerferien haben wir nicht gezielt ausgewählt, um unseren Gästen besonders zu schaden. Aber die Geschäftsleitung hat uns keine andere Wahl mehr gelassen.

Der MTV ist seit dem 01.01.2012 offen, der VTV auch schon wieder seit dem 01.10.2012.

Wir versuchen also bereits seit anderthalb Jahren, unsere alles andere als unanständigen Forderungen durchzusetzen.

Die Entscheidung zum "neuen Produkt Germanwings" ist erst im Laufe dieser Verhandlungen getroffen worden und ist somit nicht der Anlass gewesen. Dennoch erwarten wir nun alle, dass die Belastung weiter steigen wird, sei es durch noch anstrengendere Dienstpläne, durch das geänderte Servicekonzept oder durch neue Kundengruppen (Bsp. HON und SEN).

Eine entsprechende Möglichkeit, diese Mehrbelastung zu kompensieren, wird daher umso wichtiger. Wir brauchen daher Verbesserungen im Manteltarifvertrag.

Auch die Inflation im Lande nimmt keine Rücksicht auf Sommerferien oder die Einführung eines neuen Produktes und steigt fröhlich weiter.

In den Verhandlungen vor der Urabstimmung wurde immer wieder betont, dass eine tarifliche Verbesserung erst möglich ist, wenn die Ziele endgültig erreicht werden. Das ist anlässlich der immer weiter steigenden Belastung und der Preissteigerungen nicht akzeptabel. Wir hoffen sehr, dass die bereits vereinbarten Verhandlungen bis zum 05.07.2013 hier tatsächlich eine vertretbare Lösung bringen.

Aber um es noch einmal ganz deutlich zu sagen, WIR MÖCHTEN NICHT unbedingt STREIKEN!

Nötigenfalls werden wir diesen Schritt aber nicht scheuen.

Außerdem ging es bei der Entscheidung für die "neue Germanwings" nicht um die Kosten der Kabine, das weiß natürlich auch unsere Geschäftsleitung.

Die Lufthansa Kabine ist lt. Aussage des Konzerns bis zu 30% teurer und da sind wir, auch wenn alle unsere jetzigen Forderungen erfüllt würden, sehr weit entfernt davon. Selbst dann wäre die Germanwings noch deutlich kostengünstiger.

Wie sonst ist zu erklären, dass die Unterschiede im Cockpit, GWI- Passage, mittlerweile nur noch minimal sind. Übrigens werden auch dort wieder berechtigte Forderungen gestellt werden.

In erster Linie wird der dezentrale Kontverkehr im Konzern erfolgeich sein, wenn die Preis-Verhandlungen mit den Flughäfen und anderen Dienstleistern und die Zusatzerlöse, die man z.B. durch den Verkauf von Vouchern oder kostenpflichtigem Gepäck bei den Kunden generieren kann, Kostenvorteile erbringen. Das kann oder will man eben nur als GWI, nicht als LH.

Wir werden mit unseren Forderungen jedenfalls nicht dafür verantwortlich sein, falls das Projekt "neue Germanwings" nicht den so schnell erwünschten Erfolg bringt! Wir werden weiterhin für den LH- Konzern die einzige Option sein.

Es liegt in der Hand unserer Geschäftsführung, den Streik zu verhindern. Es muss ja nicht so weit kommen. Wir haben tatsächlich noch die Hoffnung, dass man den Ernst der Lage versteht und ein akzeptables Angebot unterbreiten wird. Bis zum 5. Juli ist noch Zeit!

Mit einem "JA" in der Urabstimmung seid Ihr nicht gegen die Firma, Ihr helft nur dabei, berechtigte Verbesserungen zu erhalten. Wir brauchen dafür Eure Stimmen, sonst wird sich nichts mehr zu unseren Gunsten verändern, während draußen alles teurer wird und wir für das gleiche Geld immer mehr leisten müssen!

Nur ein "JA" bei der Urabstimmung wird die GL davon überzeugen, so schnell wie möglich für ein akzeptables Angebot zu sorgen.

DAFÜR!

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