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IGL

Es wird Zeit für

richtige Tarifverhandlungen!

13.03.2018

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der ver.di-Abschluss zum Lufthansa Konzerntarif vom vergangenen Monat dürfte dem Arbeitgeber wie ein Geschenk vorkommen, gerade den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der LHT gibt er jedoch - mehr noch als allen anderen - vor allem Rätsel auf. 

Ungeachtet dessen, dass keinerlei Zusagen zur Absicherung der sozialen Standards und schon gar nicht irgendeine Art der Arbeits- oder Zukunftssicherung vereinbart wurden, ist es auch nicht nachzuvollziehen, wieso gerade bei der LHT ein Einheitsbetrag zum Zuge kommt. Laut ver.di war das der „Mitgliederwille.“ Wobei man sich fragen muss: Welche Mitglieder? Oder auch: Wie viele Mitglieder? 


Die Aufforderung zur Verhandlungsteilnahme der IGL wurde vom Arbeitgeber abgelehnt

Eine ver.di, die ohne Mandat am Tariftisch sitzt und verhandelt, auf der einen Seite, TGL/IGL mit der Mehrheit der Mitglieder, die von den Tarifverhandlungen ferngehalten wird, auf der anderen Seite. Aber die „machen ja nichts“. Oder? 

Doch. Wir hatten den Arbeitgeber bereits im letzten Herbst zu Verhandlungen aufgefordert und werden dies in den nächsten Tagen erneut tun. Wir werden den Fokus darauf legen, einen Abschluss zu erwirken, der eine tatsächliche Erhöhung des Nettolohns mit sich bringt. Eine Laufzeit von 33 Monaten ist nicht zu vertreten. Eine überproportionale Anhebung der unteren Lohngruppen ist durchaus löblich, darf aber nicht mit einem Reallohnverlust der restlichen Belegschaft finanziert werden. 


Wir fordern eine echte Reallohnerhöhung und eine Laufzeit von 12 Monaten

Dramatisch wird es, wenn man sich die Laufzeit genauer ansieht. In Zeiten, wo die Zukunft nie rosiger ausgesehen hat, ist es nicht nachvollziehbar, wieso auf einem derart niedrigen Niveau für fast drei Jahre abgeschlossen wurde. ver.di ist sich ihrer Schwäche und des Umstandes, dass die Arbeitgeber diese schamlos ausnutzen, nur zu bewusst und will so lange wie möglich keine Tarifverhandlungen mehr führen (müssen). Von uns aus gerne, am besten nie wieder. 

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ ist die Devise der ver.di im öffentlichen Dienst. Warum ist sie das nicht auch bei der Lufthansa gewesen? Ganz einfach: weil ver.di im öffentlichen Dienst die Experten sind. Aber eben nicht im Luftverkehr. Da ist es nun mal die IGL und für die Technik zusammen mit der TGL. 


Wir fordern den Arbeitgeber erneut zu Tarifverhandlungen auf

Wir werden dem Arbeitgeber jetzt mit einem weiteren Schreiben mitteilen, dass wir den ver.di-Abschluss für uns nicht akzeptieren. Und das nicht nur deswegen, weil er von einer Gewerkschaft verhandelt wurde, die nicht das Mandat hat, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lufthansa Technik zu sprechen. 


Wir fordern eine echte Teilhabe am Unternehmenserfolg

Im Kern geht es darum, dass die Technik-Mitarbeiter mit diffusen Drohszenarien und dem Schüren von Arbeitsplatzängsten letztlich um den Erfolg ihrer Arbeit gebracht werden. Eine echte Teilhabe am Unternehmenserfolg und eine langfristige Absicherung unserer Arbeitsplätze – nicht nur der Quantität, sondern auch der Qualität! – ist trotz sich verändernder Rahmenbedingungen möglich. Aber eben nicht durch permanente Gefälligkeitsabschlüsse à la ver.di. 


Wir brauchen euch jetzt

Wir rechnen stark damit, dass der Arbeitgeber unsere Aufforderung zu echten Tarifverhandlungen dankend ablehnen wird. Mit der IGL will er (noch) nicht verhandeln. Wir werden dann unter Beweis stellen müssen, dass die große Mehrheit der Technikbelegschaft künftig von uns vertreten werden möchte. 

Hierzu sind Maßnahmen in Vorbereitung, bei denen wir auf die Unterstützung jedes Einzelnen von Euch angewiesen sind. Alles Weitere demnächst. 

Eure TGL und IGL
 

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