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UFO - Unabhängige Flugbegleiter Organisation
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LGW

Ver.di Klappe besonders weit aufreißt,

der wird schon Recht haben.

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Ver.di Klappe besonders weit aufreißt,

der wird schon Recht haben.

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06.12.2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

auch der ver.di VTV ist fertig. Ist das nicht toll? Kommt drauf an… 

Beide Verträge haben Vor- und Nachteile: Der Ver.di-Vertrag hat im Vergleich zur UFO für alle Kollegen einen Stufensprung und eine etwas höhere Mehrflugstundenvergütung sowie für Purser die Spitzabrechnung der Einsatztage. Wir haben etwas für alle, nämlich die Spesen. Und eine doppelt so hohe betriebliche Altersversorgung. 

Das sieht nicht so sexy aus, funktioniert aber ziemlich gut. Ver.di baut auf die gesetzliche Mindestregelung: bis zu 8 Stunden nichts, ab 8 Stunden 12 Euro und ab 24 Stunden 24 Euro.  

Wir haben für Euch die gleiche Regelung wie das Cockpit, vereinbart: 1,75 Euro für JEDE Stunde. Klingt wenig, läppert sich aber. Das heißt, wer nach 7 Stunden seinen Dienst beendet, bekommt bei ver.di nichts und bei uns 12,25 Euro. Wer montagmorgens auf eine Fünftages-Kette geht und Freitagabend nach Hause kommt, der hat bei ver.di 108 Euro und bei uns um die 200 Euro. Wer im Monat vier solcher Fünftages-Ketten macht, hat also bei uns etwa 370 Euro mehr Spesen.  

Das kann einem bei einem reinen Wet-Lease-Anbieter von heute auf morgen passieren: Eurowings kündigt die Verträge und ich fliege ab morgen für easyJet ex TXL mit der Heimatbasis Düsseldorf. Schon ist genau dieses Beispiel realistisch. 

Das heißt, jetzt muss jeder genau nachrechnen, welcher Vertrag für ihn besser ist. Für Purser wird das in der Regel der Vertrag der ver.di sein, für Flugbegleiter ist es unserer. 

Da wir am Ende alle ein Team sind, egal ob Purser oder Flugbegleiter, egal ob ver.di oder UFO, finden wir sowas komplett daneben. Deshalb haben wir uns trotz der unerwachsenen Rhetorik von ver.di („alles Fake, schlimme Verschlechterungen…“) vom ersten Tag an wie Erwachsene benommen und mehrfach die Hand ausgestreckt, um einen gemeinsamen VTV zu machen. 

 „Tarifeinheit“ heißt das und funktioniert seit vielen Jahren zum Beispiel bei Condor, Eurowings und CityLine erfolgreich. Dann hätten wir dieses Neben- und Gegeneinander nicht mehr und am Ende kommt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch noch ein Goodie für Euch obendrauf, denn der Arbeitgeber muss beide Gewerkschaften zu e i n e m Ergebnis „zwingen“. 

Stattdessen beharren die Verdis aus kurzfristigem taktischem Eigeninteresse darauf, dass sie sich mit uns auf gar keinen Fall austauschen wollen und bestehen sogar explizit darauf, dass ihr VTV nur für ihre Mitglieder gilt. Unterdessen lacht sich der Arbeitgeber eins und spielt uns schön gegeneinander aus. Gratulation! 

Das heißt also für Euch leider am Ende des Tages: nachrechnen! Ihr müsst unbedingt nachrechnen, mit welchem VTV Ihr besser fahrt. Und bitte: Lest mehr als nur griffige Überschriften!  

Eine letzte Sache noch unter Kollegen: Wir haben einen Sozialtarifvertrag für die Berliner und Nürnberger gemacht und mussten erfahren, dass nicht jeder Betroffene davon erfahren hat. Es hat aber jeder unter anderem einen Anspruch auf 4.700 Euro und, wenn er wegen Stationswechsel umziehen muss, auf Ersatz der Umzugskosten bis zu einer Höhe von max. 4.000 Euro. Wenn Ihr also jemanden kennt, der Betroffen ist, egal ob UFO, ver.di oder gewerkschaftslos, bitte sprecht ihn darauf an. Es wäre unfassbar ärgerlich, wenn dieses Geld nicht abgerufen wird. 
 
Herzliche Grüße 
Euro UFO 

Foto: pixabay.com / @RobinHiggins
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