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#lhconcern

CLH, EW, GWI, SXD: Ende des Gesprächsembargos -

Endlich geht es weiter

14.11.2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir sind wieder im gesamten Konzern in Gesprächen. Das habt Ihr möglich gemacht, denn die Tochterairlines haben diesmal die Richtung gewiesen. Nach Eurem Streik am 20.10. ging es nur noch in eine Richtung: zurück an den Tariftisch. Für Eure Unterstützung und Eure Klarheit gibt es keine Worte, doch wir versuchen es: Danke. Die oftmals als unpolitisch unterschätzte Kabine hat zusammengestanden. Für sich selbst, für UFO und für eine klare Ansage an den Konzern, dass es so nicht weitergeht. Dieser erste wichtige Schritt ist also geschafft.

Und das hat's gebracht:

Auf der heutigen Pressekonferenz zur bei Lufthansa vereinbarten Schlichtung hat Frau Dr. Volkens, Personalvorstand des LH-Konzerns, ganz deutlich gesagt:

"Der Stillstand hat bei allen Airlines des Konzerns ein Ende. Wir erkennen die UFO als Gewerkschaft an, und die Geschäftsführungen der Tochterairlines werden ab sofort wieder Verhandlungen mit der UFO aufnehmen."

Anders als bei Lufthansa gibt es bei Euch kein förmliches Schlichtungsverfahren. Im Gegenzug gibt es aber natürlich auch keine Friedenspflicht.

Wir werden die Arbeitgeber unverzüglich auffordern, ohne weitere Umschweife mit uns in Verhandlungen einzutreten und die übermittelten Tarifforderungen zu erfüllen.

Zu den Vorgehensweisen in allen am Streik beteiligten Airlines (CityLine, Sunexpress Deutschland, Germanwings, Eurowings Deutschland) aber auch Eurowings Europe mit Stationierungen in Deutschland, werden wir Euch in den kommenden Tagen inhaltlich informieren.

Dabei werden sich alle Airlines, überall da wo es möglich und sinnvoll ist, miteinander synchronisieren. Die Zusammenarbeit innerhalb der UFO zwischen allen Konzernairlines hat in den letzten Monaten sehr gut funktioniert, das werden wir fortsetzen müssen. Darüber werden wir Euch ebenfalls auf dem Laufenden halten.

Frieden auf Bewährung

Auf allen Seiten ist Vertrauen kaputt gegangen. Bei Euch, bei uns und bei den Arbeitgebern. In den anstehenden Verhandlungen wird es eine große Herausforderung sein, wieder Vertrauen in die gemeinsamen Vereinbarungen zu finden. Vor allem Euch wieder belastbare und berechenbare Verträge und Bedingungen zu bieten, die alle Seiten verstehen, umsetzen und leben. Natürlich sind wir heilfroh wieder zu verhandeln, doch am Ende wird dies nur zu einem Erfolg, wenn es auf Seiten des Managements zu einer Kehrtwende im Umgang miteinander kommt. Wir werden unseren Anteil an diesem Konflikt aufarbeiten und daraus lernen. Die Gegenseite muss dies auch tun. Erste wichtige Schritte sind gemacht.

Wie geht es weiter?

Es liegt also viel Arbeit vor uns, die Liste an dringenden Themen ist sehr lang geworden. Sobald erste Termine vereinbart sind, geht es schnellstmöglich los. Auf diesem Weg wollen wir Euch mitnehmen und melden uns wie gewohnt mit Neuigkeiten.

Rechtliche Auseinandersetzungen - in eigener Sache

Mit dem heutigen Tag hat Lufthansa mit uns vereinbart, das Statusverfahren zurückzuziehen, in dem sie die Gewerkschaftsfähigkeit der UFO in Frage stellte. Gegen das Urteil vom 25.09.2019 (Wirksamkeit der TV-Kündigungen bei LH) wurde durch LH Berufung eingelegt; dieses Verfahren wird ruhend gestellt. Ebenso wird das Verfahren gegen UFO, mit welchem LH noch Geld wegen des Freistellungsstreits möchte, ruhend gestellt.

Außerdem wird LH keine Schadensersatzklagen gegen unsere Vorstände Sylvia und Daniel wegen der Arbeitskämpfe anstrengen. Im Rahmen der Schlichtung soll dann die endgültige Erledigung der ruhendgestellten Verfahren vereinbart werden.

Eigentlich hatten wir die Zusage, dass auch die Verfahren gegen Nicoley Baublies beendet werden sollten. 8 Kündigungen, mehrere Abmahnungen und ein Drogentest sind nur die Spitze des Eisbergs. Lufthansa verpasst hiermit die Chance, eine belastbare Kehrtwende im Umgang mit schwierigen Vertretern und damit mit der Mitbestimmung insgesamt zu vollziehen. Der Weg zu "Normalität" scheint noch sehr weit und der Wille zu einer wirklichen Veränderung und einem offenen Umgang mit Managementfehlern ist noch nicht auf allen Ebenen durchgedrungen. Nicoley wird nun nichts anderes übrigbleiben, als die eingelegten Kündigungsschutzklagen weiterzuführen und gegebenenfalls eine Klage auf Mobbingschadenersatz einzureichen.

Wenn Ihr weitere Fragen zur Vorgehensweise habt, könnt Ihr diese in einem morgigen Hangout um 14 Uhr beantwortet bekommen (Fragen wie immer bitte vorab an hangout@ufo-online.aero senden). Außerdem arbeiten wir an einer FAQ-Übersicht.

Die heutige Pressekonferenz findet Ihr HIER

Den Newsletter an die Kollegen bei Lufthansa findet Ihr HIER.

UNITED WE STAND

Eure UFO

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