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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

vom 21. bis 23. November fand in Wien ein weiteres Treffen des sog. Konzerntarifrates (KTR) statt. Im KTR treffen sich in regelmäßigen Abständen länderübergreifend Arbeitnehmervertreter der Kabinengewerkschaften und -betriebsräte bzw. Personalvertreter aus den verschiedenen Airlines des Lufthansakonzerns in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien und Italien: Lufthansa, CityLine, Germanwings, Eurowings, Austrian Airlines, Swiss, Edelweiss, Air Dolomiti und jetzt auch Brussels Airlines.

Da gerade die aktuellen Entwicklungen in der Luftfahrtbranche noch einmal veranschaulicht haben, dass die Veränderungen sich nicht auf den Lufthansakonzern beschränken, sondern es immer mehr auch zu Verflechtungen mit Nicht-Konzernairlines kommt, waren diesmal erstmalig auch Teilnehmer wie TUIFly, AirBerlin, FlyNiki und Condor anwesend.

Der operativ Verantwortliche der European Cabin Crew Association (EurECCA), Christoph Drescher, nahm ebenfalls an dem Treffen teil und informierte uns, inwieweit der Zusammenschluss von neun Flugbegleitergewerkschaften bereits in der Lage ist, politisch in Brüssels Einfluss auf die Gesetzgebung zugunsten der Flugbegleiter zu nehmen.

Das Treffen fand zu einem Zeitpunkt statt, zu welchem sich die Arbeitnehmer in der Luftfahrtbranche mehr denn je mit offenen Fragen und Herausforderungen konfrontiert sehen: In allen Airlines stehen große Umbrüche in Form von Restrukturierungen oder Unternehmenszusammenschlüssen bevor. Die Gefahr, dass dies in jedem einzelnen Fall mit einer weiteren, deutlichen Verschlechterung der jeweiligen Arbeits- und Vergütungsbedingungen einhergeht, ist groß.

Damit unsere Arbeitnehmerrechte nicht im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke bleiben, bedarf es eines Schulterschlusses zwischen den Arbeitnehmervertretern aus den einzelnen Airlines. Auf der Arbeitgeberseite wird selbstverständlich längst sowohl länder- als auch konzernübergreifend agiert. Um auf Augenhöhe zu bleiben und nicht gegeneinander ausgespielt zu werden, bedarf es eines regelmäßigen Informationsaustauschs und eine Abstimmung der Arbeitnehmervertreter untereinander. Nur so kann der Erhalt von zukunftssichere Kabinenarbeitsplätze zu angemessenen Bedingungen gelingen: im Konzern und in Europa!

Es soll dabei gar nicht in Abrede gestellt werden, dass manche Veränderungen unausweichlich und notwendig sind. Die Arbeitgeber versagen aber regelmäßig dabei, Euch bzw. uns als Eure Interessenvertreter angemessen in die Veränderungsprozesse der Unternehmen und in die Lösungsfindung mit einzubeziehen.

Durch die Bündelung unserer Kräfte im KTR haben wir die Möglichkeit, stärker und zielgerechter die Beteiligung der Arbeitnehmerseite einzufordern und durchzusetzen, insbesondere bei länderübergreifenden Prozessen.

Der Austausch und die Abstimmung innerhalb des KTR finden darüberhinaus auch zu ganz praxisnahen Einsatzthemen und Fragestellungen statt, die sich aus der Einführung der EASA-Ops zu Themen wie Bereitschaftsdiensten, Nutrition (Pausenregelungen) usw. ergeben. Hierzu haben wir Arbeitsgruppen eingerichtet.

Wir haben airlineübergreifend festgestellt, dass die Arbeitgeberseite im Zusammenhang mit der Anwendung der EASA-Ops oft sehr abenteuerliche Standpunkte einnimmt. Hier hilft der Erfahrungsaustausch, um die Einhaltung der Regelungen dann vor Ort zu überwachen und zu korrigieren.

Wir haben außerdem vereinbart, in Zukunft regelmäßig gemeinsame Kundgebungen und Aktionen an mehreren Standorten gleichzeitig zu unterschiedlichen, jeweils aktuellen Themen aus dem Bereich der Arbeits- und Vergütungsbedingungen sowie der Berufspolitik durchzuführen.

Nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass auch in Zukunft eine Perspektive für Kabinenarbeitsplätze mit angemessenen Arbeits- und Vergütungsbedingungen erhalten bleibt.

Euer Konzerntarifrat

 

 

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Eurecca

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Fume-Guide Deutsch

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Positionspapier der UFO Deutsch

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