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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in Folge der Debatten rund um Air Berlin ist es an der Zeit, Euch ein Update über unsere Einschätzungen und die von uns angedachten Maßnahmen zu geben.

In den vergangenen Tagen ist erfreulicherweise durch das Treffen zwischen dem Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, und Berlins Regierendem Bürgermeister, Michael Müller, erstmals der Fokus von Seiten der Politik auf die Zukunftsperspektiven der betroffenen Mitarbeiter gelegt worden.

Hier ein Zitat dazu aus der Berliner Morgenpost:
"[…] Aber schließlich schaffe die Politik Rahmenbedingungen, die auch für die Unternehmen eine wichtige Unterstützung seien. 'Und auch die Bieter wissen: Man trifft sich immer zweimal […]', sagte Müller."

Das begrüßen wir sehr, da in den letzten Wochen die Betonung eher darauf lag, aus Lufthansa einen "nationalen Champion" machen zu wollen – was die Schicksale der Kolleginnen und Kollegen bei Air Berlin ein Stück weit ausblendet und außer Acht lässt, dass auch andere gute Airlines und deren Mitarbeiter in Deutschland einbezogen gehören.

Klar sind aus unserer Sicht heute zwei Dinge:

1. Es bleibt keine Zeit für taktische Überlegungen. Noch im September werden endgültige Entscheidungen getroffen, bis dahin muss es auch für das Air-Berlin-Personal eine eindeutige Perspektive geben.

2. Es ist auch klar, dass nicht alle Besitzstände aller Air-Berlin-Mitarbeiter gehalten werden können. Allerdings muss aus unserer Sicht ein Kahlschlag der Bedingungen verhindert werden. Die Air Berliner haben sehr gute Arbeit geleistet und verdienen es nicht, wieder wie Berufsanfänger behandelt zu werden.

Um beides zu erreichen, also ein zügiges und zugleich gutes Ergebnis, verfolgen wir folgenden Plan:

Um sicherzustellen, dass die Interessen aller Mitarbeiter – und zwar sowohl die der Air Berlin, als auch die der potentiell aufnehmenden Betriebe (Eurowings, Condor etc.)- gewahrt werden, müssen alle beteiligten Gewerkschaften an einem Strang ziehen.

Nur so kann sichergestellt werden, dass zum einen bei Air Berlin faire "Abgabebedingungen"verhandelt werden, zu denen die Kolleginnen und Kollegen die Air Berlin verlassen, und zum anderen dazu passende Aufnahmeregelungen bei Eurowings und Co. bestehen. Gespräche mit der Politik, dem Air-Berlin-Management und dem Zuständigen des Generalbevollmächtigten haben wir bereits geführt und signalisiert, wie wichtig wir hier zügiges und gemeinsames Handeln halten.

Aus unserer Sicht ist dazu ein sofortiges Agieren erforderlich, um Planungssicherheit zu haben: Sowohl die betroffenen Mitarbeiter müssen wissen, was sie erwartet, damit sie sich nicht auf irgendwelche Stellenausschreibungen bewerben müssen. Aber auch diejenigen Interessenten, die Teile der Air Berlin übernehmen wollen, möchten wissen, zu welchen Bedingungen sie Personal übernehmen werden.

Bisher scheint es noch kein übergreifendes Verständnis dazu zu geben, dass sich nun alle beteiligten Gewerkschaften gemeinsam um die Mitarbeiter kümmern müssen. Ver.di hat in den vergangenen Tagen noch einmal klar gesagt, dass sie im Hause Air Berlin alleine agieren will.

Wir halten das für falsch – jetzt muss gemeinsam agiert werden. Wir sind daher auch bereit, mit ver.di im LH-Konzern, wo diese eigentlich kein Tarifpartner mehr in der Kabine ist, in dieser Sache zusammenzuarbeiten, da es jetzt nicht darum geht, Gewerkschaftsinteressen in den Vordergrund zu stellen.

Jetzt geht es um die Mitarbeiter und zwar in allen Bereichen. Kein Air-Berlin-Mitarbeiter interessiert sich jetzt dafür, ob Gewerkschafter Machtkämpfe ausfechten wollen. Das erntet nur Kopfschütteln. Das haben uns die Kollegen, die am Freitag mit uns zu den Solidaritätsaktionen vor dem Roten Rathaus in Berlin gestanden haben, auch klar gesagt. Da waren Verdianer, UFOs und Unorganisierte. Alle haben uns das Gleiche gesagt: Ihr müsst aufhören zu streiten, jetzt müsst ihr uns gemeinsam helfen.

Darum haben wir ver.di für Donnerstag zu einem Spitzengespräch eingeladen, um das weitere Vorgehen gemeinsam zu planen und zu koordinieren.

Überdies arbeiten wir weiterhin mit allen verfügbaren Mitteln daran, bei der Eurowings-Gruppe in der Kabine endlich Tariffrieden zu erreichen. In dieser Woche gibt es wieder Verhandlungen mit den Geschäftsleitungen der Eurowings-Betriebe EW-Deutschlandund Germanwings und wir sind hoffnungsvoll, diese zu einem guten Ergebnis zu führen. Auch hier geht es letztlich um ein zentrales Thema: Planungssicherheit. Es gab dort allerdings auch unterschiedliche Auffassungen zwischen ver.di und UFO – weil uns UFO-seitig der bisherige ver.di-Abschluss nicht weit genug ging. Wenn Eurowings jetzt enorm wachsen wird und neue Heimat vieler erfahrener Kabinenkollegen werden soll, dann müssen wir das als Aufbruch begreifen; Wertschätzung für unsere Arbeit erkämpfen und dafür sorgen, dass jede Kollegin und jeder Kollege weiß, dass er einen sicheren Platz an Bord und eine Zukunftsperspektive hat.

Für alle die am vergangenen Freitag nicht am Roten Rathaus in Berlin sein konnten, um bei den Solidaritätsaktionen für die Air-Berlin-Kolleginnen und –Kollegen dabei zu sein, haben wir hier nachfolgend ein paar Impressionen in einem kurzen Videoclip zusammengestellt.

 

 

#unitedwestand

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