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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach diversen Meldungen und Gerüchten der vergangenen Monate, möchten wir Euch darüber informieren, wie sich der Stand der Dinge für die Lufthansa CityLine aus unserer Sicht darstellt:

Kontrovers diskutiert wird derzeit die Frage, ob Lufthansa CityLine - einschließlich des Kabinenpersonals - zukünftig auch auf der Langstrecke tätig sein wird. Ein weiteres Thema sind etwaige Nachfolgemuster und Nachfolgeverkehre, wenn künftig die heutigen Flugzeugmuster der CLH auch im Hubfeeding nicht mehr eingesetzt werden sollten.

Der UFO-Vorstand und die UFO-Tarifkommission bei CLH sind sich einig: Zukunftsoptionen für Lufthansa CityLine müssen gefordert und gefördert werden!

Dabei geht es unseres Erachtens niemals darum Arbeitsplätze oder Flugprogramm der Lufthansa Passage zu kannibalisieren, sondern für zukünftige neue Aufgaben im Konzern bereit zu sein, ganz gleich unter welcher Marke diese durchgeführt werden sollen.

In dem Wissen, dass die Zukunftsaussichten der derzeitigen Flottenstruktur aus Regionalflugzeugen von Bombardier und Embraer sehr begrenzt sind, haben wir uns daher entschieden, mit der CLH-Geschäftsleitung neue MTV-Regelungen zu verhandeln, die den Einsatz der CLH-Kabinencrews auf der Langstrecke zu fairen Konditionen ermöglichen sollen.

Diese Verhandlungen befinden sich auf der Zielgeraden und könnten zeitnah abgeschlossen werden.

Das bedeutet keineswegs, dass wir oder die CLH-Geschäftsleitung nun mit Sicherheit behaupten können, ob und ab wann die CLH-Kabine künftig interkontinental unterwegs sein wird. Vielmehr sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, das Geschäftsfeld der Lufthansa CityLine zu erweitern und somit überhaupt erst Zukunftsperspektiven jenseits des aussterbenden Betriebs von Regionaljets zu entwickeln. Diese müssen aus unserer Sicht nicht nur in einer Langstrecken-Operation liegen; auch Nachfolgemuster für die Kurzstrecke bieten Chancen. Für die künftige Ausrichtung der Lufthansa CityLine verfolgen wir eine "Zwei-Säulen-Strategie", die sowohl Optionen im Kont-, wie auch im Interkontverkehr für CLH erhalten bzw. eröffnen soll.

Wir haben den Vorstand des Lufthansa-Konzerns hierüber in Kenntnis gesetzt. Dieser hat uns in Form eines Schreibens von Dr. Bettina Volkens grünes Licht dafür gegeben, die Verhandlungen zu einem Abschluss zu bringen, auch wenn noch nicht abschließend klar ist, welche Aufgaben CLH in Zukunft übernehmen soll.

Das klare Signal der UFO an alle Entscheidungsträger im Konzern lautet:

Die CLH-Kabine ist bereit für alle Herausforderungen, die die Zukunft bringen wird – UFO wird ggf. in Abstimmung mit der Berufsgruppen-übergreifend zuständigen IGL (Industriegewerkschaft Luftverkehr) – alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um Euch, die CLH-Kollegen, zu unterstützen und der CLH insgesamt eine klare Zukunftsperspektive zu verschaffen!

Im Gegenzug fordern wir vom Konzernvorstand ein klares Bekenntnis zur Lufthansa CityLine. Wir werden nicht abwarten was passiert und dann reagieren.

Uns treibt die große Sorge, dass auf Konzernebene sehenden Auges erneut eine Reglementierung der CLH auf den Betrieb bereits totgesagter Flugzeugmuster festgeschrieben werden könnte, wodurch die dortigen Arbeitsplätze auf Dauer zur Disposition gestellt werden würden. Eine Reglementierung, gar ein Verbot von Langstrecke, ist für uns nicht hinnehmbar.

Sun Express und TUIfly fliegen beispielsweise für die Eurowings Lang- und Kurzstrecke, während die eigene Konzerntochter leer ausgehen könnte?! Wir halten dies für rechtlich und taktisch falsch.

Wir begrüßen das oben genannte "Go!" des Konzernvorstands als ein erstes Zeichen eines Umdenkens und einer Veränderung des bisherigen Verhandlungskurses gegenüber der Vereinigung Cockpit. Wir alle bei CLH sollten dies als Chance verstehen!

Die UFO und ihre Gremien werden sich nicht beirren lassen. Vielmehr setzen wir alles daran die tariflichen Voraussetzungen zu schaffen, Lufthansa CityLine zu einer stabilen Größe in der Lufthansa Group weiterzuentwickeln und die Zukunft der CLH langfristig abzusichern.

Beste Grüße
Eure UFO-Tarifkommission
Mark Reher (Sprecher), Joachim Vázquez Bürger (stellv. Sprecher), Elke Dollinger-Hagen, Wolfgang Heriban, Markus Petry und Heike Schönbeck sowie Nicoley Baublies (UFO-Vorstand Tarifpolitik), Jens Stark und Steffen Frey (UFO-Ressort Tarifpolitik)

 

 

 

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Eurecca

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