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Nach dem Motto „nichts ist so beständig wie der Wechsel“ haben häufig wechselnde Führungsmannschaften bei SXD keine Ambitionen gezeigt, normale Beziehungen zwischen Mitarbeitern und Management einzugehen. Da kann es schon mal passieren, dass man wie der Kollege Sciortino zur Germanwings weggelobt wird und plötzlich mit einer selbstbewussten Personalvertretung und Tarifkommission der UFO Umgang hat.

Nach dem ersten Meeting zwischen der aktuellen Führung der SXD und der UFO Tarifkommission sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass die Personalchefin und der Accountable Manager, die beide aus Unternehmen mit Personalvertretung und Tarifverträgen kommen, durchaus erkennen, dass Eure Tarifkommissionskollegen genauso hehre Ziele für das Unternehmen verfolgen wie das Management, nur eben in Teilen andere bzw. dieselben in anderer Form. So wie es normalerweise funktioniert und zwar in fast allen Flugbetrieben - nur nicht bei SXD bisher.

 

Die Führung erkennt selbst, dass ein Unternehmen in der Größenordnung der SXD ausreichend klare, für jeden geltende Regeln braucht. Konsequenterweise haben wir Themen wie Stabilität und Verlässlichkeit der Urlaubsvergabe, Umgang mit Kollegen bei Stationswechsel aufgrund von Flugzeugumstationierung, Förderung zum Purser, u.v.m. diskutiert und Handlungsbedarf reklamiert. Wir sind uns mit der Geschäftsleitung einig, dass Regeln auch Gerechtigkeit bedeuten. 

Wir haben auch deutlich darauf hingewiesen, dass bei der Kultur, so wie sie von den Mitarbeitern bei SXD wahrgenommen wird, viele Themen nicht bei der GF ankommen und es daher genau, wie der Gesetzgeber es auch vorgesehen hat, einer Personalvertretung bedarf, die angstfrei die bestehenden Probleme im Betrieb beschreibt.

 

Unsere Erwartung: Offensiver Umgang mit existierenden Problemen

Und uns war es wichtig herauszustellen, dass wir vom Unternehmen erwarten, dass es mit existierenden Problemen, wie z.B. der Kundenzufriedenheit auf Langstrecke offensiv umgeht und auf jeden Fall Kollegen von der Strecke bei der Lösung einbindet - genauso wie die Kollegen der Tarifkommission. Denn wenn die SXD von dem Langstreckenwachstum der EW oder einer Vertragsverlängerung profitieren will, dann muss was gestaltet werden im Hause SXD. Und mit den von uns avisierten Tarifverträgen würde die SXD definitiv nicht teurer sein als die anderen Kollegen, die heute schon Langstrecke für EW fliegen bzw. sich ebenso gerne künftig für die Langstrecken OPS ins Spiel brächten.

Wir sind aber realistisch genug um zu wissen, dass wir lediglich die erste Etappe auf dem Weg zu einer Tarifierung des Kabinenpersonals der SXD genommen haben. In dem Gespräch war zwar ein gewisser Veränderungsdruck auf Seiten des Managements zu verspüren. Gleichzeitig hat man aber auch deutlich gemacht, dass man aktuell keine Notwendigkeit für die Einführung einer Mitbestimmung im formellen Sinn sieht. Da werden noch immer Kostenargumente ins Feld geführt, obwohl die Beteiligten wissen, dass es auch Vorteile für das Unternehmen hat. Stattdessen möchte man an der losen Form des Austausches festhalten. Will man weiter das alte Herrschaftssystem?

 

Mit einer großen Mitgliedschaft im Rücken können wir mehr entgegensetzen

Es ist deshalb sicherlich noch weitere Überzeugungsarbeit durch uns erforderlich, um die vorhandenen Steine in Form von Vorbehalten auf der Arbeitgeberseite aus dem Weg zu räumen.
Dazu gehört auch, dass die Kabine an der ein oder anderen Stelle Flagge zeigt! Und sei es nur durch die Mitgliedschaft. Gerne aber auch durch einen regen Austausch mit der Tarifkommission, um die Themen in der Kabine zu identifizieren, die wichtig sind.
Dieses ist umso bedeutsamer, da wir aus sicherer Quelle wissen, dass Teile des SXD-Management mit entsprechender Vorerfahrung irritiert sind über die spärlichen Redebeiträge der Mitarbeiter auf den Stationsmeetings.

Einen ersten großen Schritt in die richtige Richtung haben wir insgesamt aber getan. Es gilt nun, am Ball zu bleiben und in weiteren Terminen mit dem Management daran anzuknüpfen.

Eure UFO-Tarifkommission SXD

Tümer Metin (Sprecher), Romina Kral, Anuschka Temizkan, Zana Tonkovic, Antonio Beltran de la Mata, René Zander sowie Olaf Boedecker, Patricia Stoll und Uwe Hien von der UFO.

 

PS: Der nächste Termin am Hessischen Landesarbeitsgericht findet am 03.09.2018 statt.

 

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