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Eure Themen auf den Personalversammlungen.

Unsere Forderungen zum MTV

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Unsere Forderungen zum MTV

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21.09.2021

Liebe Kolleg*innen, 

da wir Euch auf den Personalversammlungen gut zugehört haben und auch auf Euer Feedback Rückmeldung geben möchten, wollen wir Euch über unsere Forderungen für einen neuen MTV informieren. Diese haben wir in einem Termin mit dem Arbeitgeber am 2.8. übermittelt. 

Warum haben wir den MTV gekündigt?  

Nur wenn man Tarifverträge kündigt, kann man Verbesserungen anstreben. Unsere Tarifverträge haben alle eine sogenannte Nachwirkung. Das bedeutet, dass die bestehenden Regelungen so lange weitergelten, bis ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen ist. 

Betriebszugehörigkeit 

Warum sprechen wir das immer wieder an? Die Anrechnung von Betriebszugehörigkeit bedeutet für jeden mehr Abfindung und längere Kündigungsfristen. Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass durch Neueinstellungen die eigene Betriebszugehörigkeit nach hinten/unten rutscht oder man früher gekündigt werden kann. Fakt ist aber: Eine so genannte Sozialauswahl, die zwischen PV und Arbeitgeber vereinbart wird, bestimmt die Reihenfolge von Kündigungen, nicht ein Tarifvertrag. Überholt werden kann man auch nicht, da die Betriebszugehörigkeit lediglich höhere Abfindungen und längere Kündigungsfristen mit sich bringt. Der Einzige, der etwas gegen die Kündigung des MTV haben sollte, ist der Arbeitgeber.  

Nebenbeschäftigung 

Wir fordern, dass Mitarbeiter*innen zukünftig ihre Nebenbeschäftigung nur noch anzeigen und nicht um Erlaubnis fragen müssen. 

Aktivierung aus Standby 

Wie Ihr wisst, ist das Großstadtleben mittlerweile fast unbezahlbar geworden. Dementsprechend realitätsfern ist die Aktivierungszeit vom Wohnort von 60 Minuten geworden. Wir fordern 90 Minuten bis zum Parkplatz. 

Pandemie Klausel 

Wir können uns gut vorstellen, dass dies nicht die letzte Pandemie gewesen ist. In diesem Sinne fordern wir eine Pandemie Klausel für entstehende Kosten: Der Arbeitgeber hat unserer Ansicht nach, sämtliche Kosten für den Schutz der Mitarbeiter*innen zu tragen, z.B. nicht von der Krankenkasse übernommene Kosten für Impfungen sowie die Kostenübernahme von PCR-Tests, wenn sich Mitarbeiter*innen aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. 

Lokaler Transfer 

Bislang zählt der Transport vom Flughafen zum Hotel oder umgekehrt als Ruhezeit. Dies ist unserer Ansicht nach falsch. Die Ruhezeit soll den Mitarbeitenden zur Verfügung stehen und die Zeit umfassen, in denen sie frei von allen dienstlichen Verpflichtungen sind. 

Maximale Dienstzeit 

Fortan wollen wir maximal 50h Dienstzeit pro Woche. Am Boden sind die Mitarbeitenden mit 40h Regelarbeitszeit produktiv genug, es wird Zeit, dass auch die Kabine entsprechend geschützt wird. 

Dienstplanänderungen 

Jeder von uns kennt das Problem: „Flieg erst einmal los“. Selten endet ein Monat so, wie er geplant war. Der Schichtdienst ist unserer Ansicht nach fordernd genug. Daher unsere Forderung: Mehr Planstabilität und mehr Planbarkeit. Passend dazu, unser nächster Punkt. 

Vorabinfo 

Die EASA sagt, dass Mitarbeiter*innen mindestens 14 Tage im Voraus mit ihren freien Tagen planen sollen. Wir wollen festschreiben, dass nicht nur unsere Requests verbindlich sind, sondern alle freien Tage. 

Gleichverteilung 

Wer hat es nicht schon erlebt: Teilzeit mit 50% und trotzdem in den Mehrflugstunden. Die Gleichverteilung ist teilweise nicht vorhanden. Warum? Weil es legal ist. Wir wollen das ändern. Dies soll nicht nur Teilzeitmitarbeiter*innen zugutekommen, sondern stationsübergreifend allen. 

Teilzeitbenachteiligungen 

Wir sehen eine monatliche Reduzierung der maximalen Blockstunden nach EASA als dringend erforderlich. Wie im vorherigen Punkt, werden vor allem Teilzeitmitarbeiter*innen in ihrer Flexibilität ausgenutzt. Eine quartalsweise Reduzierung oder jährliche Begrenzung halten wir für Schönmalerei. Ein*e 50% Teilzeitmitarbeiter*in kann bei 500 BH im Jahr immer noch den kompletten „Sommer am Anschlag“ fliegen.  

Flugdienstzeit 

Um die maximale tägliche Arbeitszeit zu reduzieren, wollen wir den Umfang dessen erweitern, was alles zur FDZ zählt. So z.B. Dead-Head-Flüge. 

Reserve 

Reserve darf unserer Ansicht nach nicht mehr beliebig in einen Standby umgewandelt werden dürfen. Ein Reserve-Dienst ist für langfristige Abwesenheiten vorgesehen. In anderen Konzern-Airlines ist eindeutig geregelt, wie viele Tage eines Bereitschaftsdienstes maximal in kurzfristige Standbys umgewandelt werden können.  

Requests 

Wir sind der Meinung, dass unser Requestsystem dringend modernisiert werden sollte. Daher fordern wir mehr Requestmöglichkeiten. 

Nachtflüge 

Nachtflüge aus dem Standby sollen zukünftig nur noch aus für diese vorgesehene Standbys möglich sein. Kabinenmitarbeiter*innen sollen fit und ausgeruht den Dienst antreten. 

Jubiläumszulagen 

Auch die Jubiläumszulagen wollen wir erhöhen. Dies ist eine Form der Wertschätzung, die in der heutigen Zeit nicht mehr dem Wert entspricht, den sie eigentlich haben sollte. Außerdem haben wir uns gedacht, dass dauerhaft mehr Urlaubstage für besonders erfahrene Kolleg*innen die Belastung, die im Laufe der Jahre gefühlt immer mehr wird, etwas reduziert. 

Kündigungsfristen 

Kündigungsfristen werden verlängert, dadurch ist man bei zukünftigen Kündigungen besser geschützt. 

Befristung 

Entfristung nach 6 Monaten, wir wollen keine sachgrundlose Befristung mehr. Keine 2 Jahre „Probezeit 2.0“. Assessment Center für Kolleg*innen aus dem Konzern halten wir für unanständig. 

ID Reisen 

Viele von uns wünschen sich als Wertschätzung, die Möglichkeit auch in der Rente noch von den ID Reiseregelungen zu profitieren. Dies soll nach unserer Vorstellung nicht nur bei der Lufthansa möglich sein, sondern auch für Euch. Wir stellen uns daher eine Regelung vor, bei der Ihr bei Eintritt in die Rente oder bei Fluguntauglichkeit weiterhin von den ID Reisen profitieren könnt. 

 

Eure Tarifkommission 

Simone Bartels, Nicole Hufnagel, Stefan Reschke, Katrin Schnepper 

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