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Presse

Statement der UFO zur heutigen Meldung VC/LH

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund von vielfachen Presseanfragen für ein offizielles Statement der UFO zur heutigen Meldung der VC, dass die Gespräche mit der LH erneut gescheitert, bzw. nicht zustande gekommen sind, möchte sich UFO wie folgt äußern:

Uwe Hien, ehemaliger Aufsichtsrat und Tarifverantwortlicher bei UFO: „Es ist nicht hilfreich, dass die Vereinigung Cockpit heute vermeldet hat, dass es keinen Einstieg in die Verhandlungen zu einer Gesamtlösung auf Basis des Bündnisses für Wachstum und Beschäftigung geben wird. Der ungelöste und nun erneut eskalierte Konflikt zwischen VC und Lufthansa hat bereits jetzt direkte und einschneidende Auswirkungen auf die Situation in den verschiedenen Fluggesellschaften des Konzerns und deren Beschäftigte. Verhärtete Positionen, die weiter einzementiert werden, führen letztlich dazu, dass Arbeitsplätze der gesamten Lufthansa bedroht werden. In diesen turbulenten Zeiten des Konzernumbaus braucht es einen starken Einigungswillen auf beiden Seiten des Verhandlungstisches.“

„Der Meldung der VC lässt sich entnehmen, dass als Vorbedingung für weitere Verhandlungen die Einstellung der EUROWINGS-Europe gefordert wird. Solch eine Vorbedingung kann man guten Gewissens als unrealistisch bezeichnen. Es steht zu viel auf dem Spiel, als dass wir als mittelbar Betroffene hierzu weiter schweigen könnten. Die ungelösten Konflikte haben bereits jetzt das Schrumpfen von Gesellschaften und den Abbau von Arbeitsplätzen in einigen Konzerngesellschaften zur Folge“, so Hien weiter.

Die UFO appelliert an beide Verhandlungspartner, sich gerne auch mit allen anderen Beteiligten, an einen Tisch zu setzen und ohne weitere vorherige taktische Manöver nach einer Lösung zu suchen, bei der die Interessen der Mitarbeiter der gesamten Lufthansa ihre nachhaltige Berücksichtigung finden. Es soll auch darum gehen, die vom Unternehmen angestrebten Veränderungen ebenso nachhaltig zu einem gemeinsamen Erfolg zu bringen. Ein "Weiter so" bedeutet für niemanden verlässliche Perspektiven im derzeitigen Umfeld.

Auch UFO hat die Erfahrung gemacht, dass es momentan schwierig ist, tragfähige und dauerhafte Ergebnisse mit der Lufthansa zu finden und betont, dass es auch für sie nicht geklärt ist, ob dies auf dem eingeschlagenen Verhandlungsweg in allen Punkten gelingen wird. Die Kabinengewerkschaft ist allerdings davon überzeugt, dass der Versuch am Verhandlungstisch und nicht nur auf der Straße unternommen werden muss. Dabei sind alle Beteiligten in der Verantwortung, jede Anstrengung zu unternehmen, um die Zukunft des Konzerns und seiner Mitarbeiter zu sichern.  Es besteht die Gefahr, dass weitere Arbeitskämpfe als einzige Antwort die Richtung der arbeitgeberseitigen Hardliner im Konzern unnötig befeuert. 

Mörfelden-Walldorf, den 02.09.2015

 

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