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Condor

Tarifrunde 2015/2016

in der entscheidenden Phase

07.04.2016

Liebe Kolleginnen und Kollegen der Condor-Kabine,


wir hatten Euch in unserer letzten Veröffentlichung mitgeteilt, dass wir den VTV zum Ende des Jahres 2015 gekündigt haben.

Der Arbeitgeber hat in den vergangenen Monaten den Versuch unternommen, das Tarifergebnis schon vorwegzunehmen, indem er jede Veranstaltung im Betrieb dazu genutzt hat Euch mitzuteilen, dass das vorliegende Geschäftsjahr sehr schwierig ist und es deshalb im Jahr 2016 keine Vergütungserhöhung erfolgen kann. Auch eine Erfolgsbeteiligung in Gestalt einer Einmalzahlung für das vergangene Rekordjahr 2015 sei nicht wirklich darstellbar, weil es das Ergebnis in diesem Jahr belasten würde (komische Logik).

Desweiteren wird erwartet, dass wir ohne Gegenleistung neue Regelungen zur SB/RE vereinbaren, die den veränderten gesetzlichen Vorgaben der EASA entsprechen und eine deutliche Erhöhung der Anzahl der Bereitschaftsdienste zur Folge haben. Die konkrete Ausgestaltung von SB/RES ist tarifvertraglich und nicht betrieblich geregelt, weshalb auch die jetzt notwendigen Veränderungen auf Tarifebene verhandelt werden.

Wir wollen notwendige Anpassungen aufgrund von Gesetzen nicht wegdiskutieren und es ist vor dem Hintergrund des härter werdenden Wettbewerbsumfeldes auch richtig, die wirtschaftlichen Auswirkungen immer im Blick zu haben.  

Nur bei der Frage, mit welcher Lösung man diesen Punkten begegnet, sind wir mit dem Arbeitgeber uneins. Aus unserer Sicht kann es nicht sein, dass alle diese Themen auf dem Rücken der Kabinenbelegschaft gelöst werden und dazu noch nicht einmal eine Beteiligung in guten Zeiten und an hervorragenden Ergebnissen erfolgt.

So muss z.B. die Neudimensionierung der Bereitschaftskontingente auf der einen Seite zu einem stabilen Dienstplan auf der anderen Seite führen.

Auch beim Thema Vergütung sind intelligente und flexible Lösungen gefragt. Auch wenn es keinen Sinn macht, derzeit nur auf Gehaltserhöhungen  zu setzen, da das laufende Geschäftsjahr wirklich sehr heftig ist. Wenn das wirtschaftliche Ergebnis jedoch besser als erwartet ausfällt, was in der Vergangenheit  des öfteren der Fall war, muss gewährleistet sein, dass die Kabine am Erfolg beteiligt wird und nicht ohne objektive Notwendigkeit auf eine Vergütungserhöhung verzichten muss.

 

Auf Basis des bisherigen Verhandlungsstandes verhandeln wir insbesondere folgendes:

  • Eine Einmalzahlung für das Rekordjahr 2014/15.
  • Eine Vergütungserhöhung abhängig vom wirtschaftlichen Ergebnis der Condor im Geschäftsjahr 2015/2016 verbunden mit einer kurzen Laufzeit, so dass wir kurzfristig wieder in Vergütungsverhandlungen für 2017 eintreten können.
  • Eine Verknüpfung der notwendigen Anpassung der Bereitschaftsdienste verbunden mit einer deutlichen, für jeden Einzelnen spürbaren Verbesserung der Dienstplanstabilität. Ohne Dienstplanstabilität bzw. einer monetären Kompensation bei Eingriffen in den Dienstplan, gibt es für uns keine Zustimmung zur gesetzlich nötigen Veränderung der Anzahl der Bereitschaftsdienste.
  • Eine Regelung zum Umgang mit befristeten Arbeitsverhältnissen.

 

Wir haben diese Themen in den vergangenen Monaten in langen, intensiven und kontroversen Runden mit dem Arbeitgeber verhandelt und sind an wichtigen Stellen schon ein gutes Stück vorangekommen. Unser Ziel ist es, im  nächsten Verhandlungstermin am kommenden Dienstag, ein Ergebnis zu erreichen. Wir werden uns hierzu in der nächsten Woche bei Euch melden.

 

Eure UFO-Tarifkommission Condor

Astrid Wach (Sprecherin), Jasmin Rödler, Gönül Aslan-Kuhner, Susanne Fischer, Rüdiger Merz, Norman Wiese, Christian Bötte, Batu Karoguz und Benjamin Bartsch sowie Jens-Ulrich Stark und Olaf Bödecker (UFO-Tarifabteilung)

 

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