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Lufthansa

Lufthansa plant Umsetzung

des rechtswidrigen Monitoringergebnisses

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Lufthansa plant Umsetzung

des rechtswidrigen Monitoringergebnisses

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14.08.2019

  • Lufthansa verkündet Einsparungen der Kabine für "verfehltes" Monitoringergebnis
  • Kürzung der Ergebnisbeteiligung im Jahr 2020 um 19,25 Mio. €
  • Monitoring als Feigenblatt für Managementfehler
  • UFO hat juristische Bewertung zur Rechtswidrigkeit des diesjährigen Monitorings
  • Klärung im Sinne der Kabine noch immer möglich
  • Mitarbeiter dürfen nicht für ihren Einsatz bestraft werden

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Lufthansa wird verkünden die Ergebnisbeteiligung im Jahr 2020 um 19,25 Mio. Euro zu kürzen. Grund sei das Ende Mai verkündete Monitoringergebnis. Wir haben dieses Ergebnis bereits zurückgewiesen. Das Schreiben könnt Ihr hier im Original lesen.

Doch nicht nur wegen inhaltlicher Punkte wie der unterlassenen A330-Bereederung oder der völlig fehlgegangenen Personalplanung ist das Ergebnis nicht hinnehmbar. Wir haben in den vergangenen Wochen das Verhalten von Lufthansa umfassend juristisch bewerten lassen. Dabei sind Verstöße und rechtswidrige Handlungen identifiziert worden, die bis in den Konzernvorstand reichen. Wir haben eine ausführliche Bewertung vorliegen, welche belegt, dass Lufthansa sich durch die bewusste Missachtung von Tarifverträgen einen unlauteren Vorteil gegenüber der Kabine verschafft und die Kosten der eigenen Fehler über das Monitoring zurückholt.

Die einseitige Umsetzung von Maßnahmen ist Teil einer reinen Konfrontationsstrategie. Die Geschäftsleitung beruft sich in diesem Fall darauf, dass Fristen verstrichen seien, in denen die Kabine Vorschläge zum Ausgleich dieses angeblichen Betrages hätten vorbringen sollen. Und erwähnt dabei mit keinem Wort, dass sie auch zu diesem Thema Gespräche mit UFO verweigert hat.

 

Lösungsbereitschaft

Trotzdem bieten wir Lufthansa an, die vorliegenden juristischen Erkenntnisse zu besprechen, um einen gemeinsamen Weg aus dieser Eskalation zu suchen, damit in Rekordzeiten nicht in Eure Taschen gegriffen wird. Unsere Hoffnungen diesbezüglich sind allerdings klein und wir gehen davon aus, dass wir gerichtliche Schritte gegen dieses Monitoring einleiten müssen.

Nachdem die Anwälte der Lufthansa kürzlich in einem Schriftsatz nachlegten und die UFO auf unbestimmte Zeit in Frage stellen, können wir nicht damit rechnen, dass LH in absehbarer Zeit zu einer rationalen Handlungsweise zurückkehrt.

Selbst ein Beschluss des Amtsgerichts zu unserer Vertretungsbefugnis wird einfach ignoriert, welchen ihr hier im Original findet. Dabei stellt das Gericht fest, dass die Nachbenennungen ordnungsgemäß und satzungskonform sind. Es geht also schon lange nicht mehr um Fakten, sondern darum Zeit zu schinden und eine unbequeme Kabine gefügig zu machen, indem man ihrer Vertretung die Berechtigung abspricht. Leider unterstützen ehemalige UFO-Mitglieder und Personalvertreter das Vorgehen der Lufthansa. Unsere Tarifkommissionen haben dazu am Montag einen offenen Brief mit einem Appell an diese Kollegen veröffentlicht, den Ihr hier findet.

 

Die Kabine darf nicht für ihren Einsatz bestraft werden

Was dabei im Management anscheinend niemandem auffällt: Ohne die Kabine würde derzeit nichts laufen. Fast schon gönnerhaft wird "nur" ein Großteil der kommenden Ergebnisbeteiligung gestrichen; LH beruft sich darauf es "nett" zu machen, denn man hätte ja andere schlimme Dinge tun können. Das ist bewusste Konflikteskalation. Dabei gäbe es genügend andere Dinge zu tun: Angefangen beim Catering wegen der LSG-Situation, deren Mitarbeiter sich zu Recht gegen ihren Verkauf wehren, über willkürlich abgelehnte Requests bis hin zu Fliegern, die seit Monaten mit kaputten Sitzen und defekter Galleyausstattung herumfliegen, ist die Liste an Baustellen lang. Anstatt sich um diese hausgemachten Probleme zu kümmern, wird also erst einmal unrechtmäßig Geld der Kabine eingestrichen. Die nette Mail von Kai und Carsten zur Sommerops soll wohl den Griff in den Geldbeutel ausgleichen, immerhin steht da auch ein #danke.

Wir empfehlen Euch eigene Schlüsse zu ziehen. Wenn etwa kein oder falsches Catering an Bord ist, ist es nicht die Aufgabe der Crews für eine Lösung zu sorgen. Diesen Job muss die Geschäftsleitung ganz alleine hinbekommen. Denn unseren Einsatz dankt in den oberen Stockwerken offensichtlich niemand. 

Dies werden nicht die letzten Nachrichten dieser Art sein, da sind wir uns sicher. Intern erledigen wir deshalb unsere Hausaufgaben, um der völlig wild gewordenen LH Einhalt zu gebieten. Lufthansa wird alles versuchen, Euch davon abzuhalten und zu bedrohen, doch die Kabine wird sich zu wehren wissen. Der Bogen ist überspannt.

Only united we stand!

Eure UFO

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