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UFO bringt Strafanzeige gegen Lufthansa-Konzernvorstand

wegen Monitoring und Hauptversammlung auf den Weg

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UFO bringt Strafanzeige gegen Lufthansa-Konzernvorstand

wegen Monitoring und Hauptversammlung auf den Weg

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23.08.2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen,  

wir haben Euch bereits in den vergangenen zwei Jahren berichtet, dass die Fehlbeträge aus dem Monitoring nicht ursächlich in selbigem liegen, sondern am Bruch von Tarifverträgen durch Lufthansa. Durch diesen Bruch von Tarifverträgen (TV-Kapa, Q2 Papier zu A330) hat Lufthansa die Erreichung der Monitoringziele vereitelt und nach unserer Ansicht zudem die Lufthansa-Aktionäre über die tatsächliche wirtschaftliche Lage getäuscht. 

Wir haben Lufthansa Anfang des Monats noch einmal aufgefordert, die Diskrepanzen zwischen Managemententscheidungen und Auswirkungen auf das Monitoring mit UFO im Rahmen von Gesprächen zu klären und eine Lösung zu finden. 

Dazu gab es nicht mal eine Antwort von Lufthansa. Nun hat UFO eine Anzeige gegen den Lufthansa-Konzernvorstand in die Wege geleitet, da wir nach einer juristischen Bewertung Erkenntnisse zu möglichen Straftaten gegenüber den Aktionären sowie den Mitarbeitern haben. 

Dies hat verschiedene Gründe: 
 

  1. Der Konzernvorstand ist direkt für Lufthansa-German-Airlines zuständig, da die Airline, anders als alle anderen Konzernfirmen, ein Teil der LH AG ist und keine eigene juristisch haftbare Geschäftsführung hat.  
  2. war der Konzernvorstand, wie auch der Aufsichtsrat, über die Fehlentwicklungen der Kabinenkosten informiert und hat dem keinen Einhalt geboten.  
  3. , und das ist einer der gravierendsten Punkte: Der Konzernvorstand hat die Aktionäre, die Mitarbeiter und die Öffentlichkeit auf der Lufthansa Hauptversammlung am 07.05.2019 auf Nachfrage der dort anwesenden UFO-Vertreter nach unserer Ansicht falsch über die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage der LH-Kabine informiert.  

Besonders auffällig ist in diesem Zusammenhang die Kommunikation des Monitorings vom 20.05.2019 durch eben diese Lufthansa, wo von einer Fehlentwicklung der Stückkosten gesprochen wird, welche weitere Einschnitte beim Kabinenpersonal nötig mache. Den Aktionären erzählte man dagegen, dass die Stückkosten gefallen seien. Eines davon kann nicht stimmen, sodass wir alle uns zur Verfügung stehenden Unterlagen geprüft haben. 

Lufthansa ist ein Aktienunternehmen und hat mit dieser Angabe auf der Hauptversammlung einerseits und durch unkorrigierte Personalmengenplanung andererseits nicht nur viele Millionen Euro an Schaden verursacht. Sie hat dies mit dem Geld der Aktionäre und Mitarbeiter gemacht, über das sie eigentlich eine besondere Sorgfaltspflicht anzuwenden hat.

In der Betrachtung der letzten Jahre wird deutlich, dass dieses Vorgehen für Lufthansa ein willkommener Weg war, um die UFO in Misskredit bei Euch zu bringen. Der Schaden schien im Vergleich zu hunderten Millionen, die man z. B. in die VC-Streiks investieren musste, verschmerzbar, und einen Teil wollte man sich ja bei Euch wiederholen. Die ständige Politisierung des Monitorings zur Stimmungsmache gegen die Platzeck-Schlichtung ist wohl mittlerweile offenkundig. 

Wir konnten für diese Strategie des Managements genügend Belege zusammentragen, um nachzuweisen, dass wir Lufthansa bereits seit zwei Jahren vor den Folgen warnen und die Verantwortlichen sehenden Auges die Auswirkungen im Monitoring in Kauf genommen haben. 

Mit all diesen Informationen haben wir Rechtsanwälte versorgt, die dies zunächst geprüft und in einem Gutachten zusammengestellt haben. Sie kommen darin zu dem Schluss, dass der Lufthansavorstand sich damit strafbar gemacht haben könnte. Mit dieser Erkenntnis blieb uns nichts anderes übrig, als unseren Verdacht in die Hände der Staatsanwaltschaft zu übergeben. 

Es wird weitere juristische Schritte gegen die gebrochenen Tarifverträge geben. Aus taktischen Gründen können wir jetzt noch nicht darüber informieren. Wir werden Euch natürlich auf dem Laufenden halten, sobald es neue Erkenntnisse gibt.  

Viele Grüße 

Eure UFO  

Bildquelle: pixabay.com fulopszokemariann
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