
Update? Beschämend!
Jetzt gilt es die Reihen zu schließen
Update? Beschämend!
Jetzt gilt es die Reihen zu schließen

Liebe Kolleg*innen,
ehrlich überrascht hat uns soeben das „Update“ der Arbeitgeberseite. Praktisch alles, was dort zu lesen ist, gehört ins Reich der Verschwörungsmythen. Richtig ist: Der MTV ist seit über 14 Monaten offen! In dieser Zeit haben wir nicht etwa in der Sonne gelegen, sondern versucht, allerlei friedliche Lösungen für verschiedene Probleme im Konzern zu finden. Das hat zu nichts anderem geführt als zu immer weiter auseinander liegenden Terminen, an deren Ende immer das Gleiche stand: Nichts.
Seit Juli 2025 ist unsere Geduld für globale und zusammenhängende Konzernlösungen am Ende. Seit November 2025 auch die für endlose Hinhalte-Taktiken. Dieses Spiel spielen wir nicht mehr mit und daher war und ist es an der Zeit, Fristen zu setzen und diese dann auch ernst zu nehmen. Nichts anderes ist hier passiert. Wir verhalten uns konsequent und sind damit LH gegenüber vom ersten Moment an sehr transparent umgegangen. Nun so zu tun, als sei man hierüber überrascht und bestürzt, ist wenig glaubwürdig.
Ja – wir hatten nur zwei Verhandlungstage. In diesen hat sich Lufthansa – deutlich und wiederholt – geweigert, zu unseren Forderungen Stellung zu beziehen. Man könne über vieles sprechen, aber am Ende müsse ein „produktiverer“ MTV stehen. Wir brauchen einen im Detail besseren MTV, Lufthansa besteht auf einem grundsätzlich schlechteren. Das ist in diesen zwei Tagen überdeutlich geworden und mehr muss man fürs Erste auch nicht wissen. So kommen wir nämlich nicht zusammen. Daher haben wir auch den 3. Verhandlungstag abgesagt. Es bringt ja nichts, sich das gegenseitig alles nochmal zu erzählen. So weit, so erwartbar.
Wo der Spaß allerdings aufhört, ist bei der Behauptung, es gehe um andere Themen als die gegenüber LH aufgestellten Forderungen. Die Lufthansa-Kabine wird einmal mehr als viel zu teuer und unproduktiv dargestellt und damit erpresst. Da machen wir nicht mit und allein darum geht es.
Regelrecht grotesk ist der Vorwurf, wir seien „zu keiner inhaltlichen Tarifarbeit bereit”. Konstruktiver und lösungsorientierter als die UFO der letzten Jahre kann man kaum sein, siehe etwa die Einleitung. Wen das wirklich interessiert, der findet in unseren Veröffentlichungen des letzten Jahres eine ziemlich exakte und chronologische Aufschlüsselung der ganzen Geschichte.
Hier und heute ist allerdings erstmal nur eines wichtig: Dass ihr euch von den Geschichten der Lufthansa nicht ins Boxhorn jagen lasst. Morgen ist Streik und jeder und jedem der dazu aufgerufen ist, empfehlen wir dringend, mit uns die Reihen zu schließen. Wenn wir nämlich jetzt nicht zusammenstehen, dann gehen unsere Bedingungen den Bach runter. So einfach ist das.
Stay united
Herzlich
Eure UFO-Tarifabteilung und LH-Tarifkommission



