UFO - Unabhängige Flugbegleiter Organisation
UFO - Unabhängige Flugbegleiter Organisation
Titelbild
News

Forderungen gegen Baublies und Flohr vom Tisch

– ein Friedenssignal?

News

Forderungen gegen Baublies und Flohr vom Tisch

– ein Friedenssignal?

Titelbild
10.08.2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen,  

Ende Juli fand wegen angeblich zu Unrecht erhaltenen Gehaltszahlungen an Nicoley Baublies und Daniel Flohr das erste Gerichtsverfahren zu Baublies statt. In dieser Woche wurde auch der Fall Flohr durch Vergleich geklärt.  

Im ersten Termin wurde ein Urteil erwartet, ob Nicoley Baublies sein Gehalt der letzten Jahre mehr oder weniger komplett an Lufthansa zurückzahlen muss. Lufthansa hatte hier Ende November 2018 einen Betrag von mehr als 230.000 Euro bei Nicoley Baublies eingeklagt und zunächst auch strafrechtliche Vorwürfe gegen UFO und die beiden einzelnen "Beklagten" geprüft.  

Im Laufe der “Ermittlungen” stellte sich bereits bei einer von LH ins Leben gerufenen Taskforce, die mit hochrangigen externen Strafrechtlern und LH-Managern besetzt war, heraus, dass keine strafrechtliche Schuld bei UFO oder den einzelnen Beschuldigten zu finden war.  
 
Dennoch wurden danach, als man eigentlich vermuten musste, das Thema sei damit vom Tisch, zivilrechtliche Klagen angestrengt, um das Gehalt der letzten Jahre zurückzufordern. Zusätzlich dazu gab es eine Forderung an UFO, im Nachhinein Kosten an Lufthansa für angeblich fehlende Freistellungen zu erstatten. Lufthansa wollte insgesamt etwa 800.000 Euro haben. Die Beträge variierten zuletzt in Teilen bereits vor Prozessbeginn: Teilweise wurde reduziert, teilweise erhöht - völlig undurchsichtig, wie uns unsere Anwälte bestätigten. Das prekäre an dieser unsinnigen Geschichte: Es stand die persönliche Existenz des ehemaligen UFO-Vorsitzenden in Frage, da die Forderung den persönlichen Ruin bedeutet hätte. Wer kann schon Gehalt für über vier Jahre zurückzahlen?  
 
Dies war wohl auch das erklärte Ziel bei diesem Verfahren.  
 
Wie bereits in der erfolglosen Güteverhandlung, machte die vorsitzende Richterin im Verhandlungstermin am vergangenen Mittwoch dann nochmals den Vorschlag einen friedlichen Vergleich zu schließen, statt ein Urteil zu erwarten.  

Bei einem Urteil hätte auch im Erfolgsfall, immer noch die 2. Instanz gedroht. Damit wären weitere Unsicherheit über Monate hinweg und hohe Kosten verbunden gewesen. Also haben die UFO-Anwälte, auch wenn wir uns inhaltlich keiner Schuld bewusst waren, einem Vergleich grundsätzlich zugestimmt. Uns war wichtig das Thema insgesamt ein für alle Mal zu klären und zu zeigen, dass wir uns nichts haben zu Schulden kommen lassen.  

Die sehr gute Nachricht ist: Letztlich hat dieser Vergleich funktioniert. Es wurde unter Mitwirkung der Richterin ein Vergleich in Höhe von ca. 7 % der ursprünglich gegen Nicoley Baublies erhobenen Forderung geschlossen.  

Natürlich sind dies immer noch Kosten, allerdings ist dies schon daher nur ein symbolischer Betrag, weil bereits die Anwalts- und Gerichtskosten für eine 2. Instanz über dieser jetzt im Vergleich vereinbarten Summe gelegen hätten. Und, machen wir uns nichts vor, wenn LH verloren hätte, wäre sie sicher in Berufung gegangen.  

Wir möchten aber nicht unerwähnt lassen, dass es für diese Lösung, bei der LH sich mit ihren Vorwürfen eben nicht durchgesetzt hat, auch ein Gegenüber braucht, das solch einer Lösung zustimmt, obwohl dies für LH eine derbe Niederlage bedeutet. Es gibt also offenbar in den Reihen des LH-Managements auch Entscheidungsträger, die (wieder) bereit sind, den langwierigen und unsäglichen Auseinandersetzungen ein Ende zu setzen. Das honorieren wir und hoffen, dass sich dies auch auf andere Bereiche ausweiten wird.  

In dieser Woche wird nun in Bezug auf die Forderungen gegen Daniel Flohr ebenfalls ein Vergleich geschlossen, über dessen Inhalt Daniel allerdings keine Angaben machen kann. Aus diesem Grund können weder wir noch er selbst über die Inhalte dieses Vergleichs berichten.   

Das Verfahren gegen UFO ist noch nicht entschieden. Lufthansa ist sich momentan noch nicht sicher, ob sie mit UFO überhaupt einen Vergleich abschließen kann , da nach Ansicht von LH die Vertretungsbefugnis nicht geklärt ist. Durch diese von Lufthansa immer noch behauptete Vertretungsgeschichte tappt Lufthansa in eine selbstgebaute Falle. Tja, wer andern eine Grube... 

Wir hoffen sehr, dass dies der Auftakt für weitere gute Nachrichten ist.  
 
An uns soll und wird es nicht scheitern.  

Wir werden Euch auf dem Laufenden halten.  
 
Viele Grüße 
Eure UFO 

Photo by Rose Foos on Unsplash
Teile diesen Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

  • News

    Die Fliegerwelt ist mehr als Lufthansa

    12.08.2019 Artikel lesen
  • News

    Vielen Dank für Euer Vertrauen und Eure Stimme

    05.08.2019 Artikel lesen
  • News

    Forderungen gegen Baublies und Flohr vom Tisch – ein Friedenssignal?

    10.08.2019 Artikel lesen
  • News

    Ex-Beiräte legen Rechtsmittel gegen Entscheidung des Registergerichts ein

    07.08.2019 Artikel lesen

BLEIB' AUF DEM LAUFENDEN: