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Happy Birthday UFO

Eure Gewerkschaft wird heute 30 Jahre alt

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Eure Gewerkschaft wird heute 30 Jahre alt

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07.07.2022
Liebe UFO-Mitglieder,

wäre die UFO eine Person, könnte man ihr nun an ihrem heutigen dreißigsten Geburtstag zum Eintritt in das Erwachsenenalter gratulieren. Die Quarterlife Crisis, die viele Mittzwanziger ereilt, hat sie inzwischen hinter sich gebracht und nach einigen internen Krisen nun wieder auf den Weg der inneren Sortierung gefunden.

Jetzt muss sich UFO mit den Auswirkungen der äußeren Krisen beschäftigen: angefangen im Jahr 2020 mit der Corona-Pandemie, weiter mit dem Krieg in der Ukraine, über eine verstärkt in den Fokus gerückte Klimakrise bis hin zur handfesten Krise, in welcher der Luftverkehr aufgrund von massivem Personalmangel derzeit steckt.

Letzteres ist vor allem ein hausgemachtes Problem, denn die sogenannte Ramp-up Phase nach der Pandemie gelingt eben nur mit ausreichend vielen und sinnvoll eingesetzten Mitarbeiter*innen. Diese sind aber von den Airlines zahlreich entlassen – man denke nur an die Schließungen der drei Flugbetriebe Germanwings, SunExpress Deutschland und Brussels Deutschland – oder sie sind, wie im Fall der Lufthansa-Kabine – abgefunden worden. Nun sind die Arbeits- und Vergütungsbedingungen so unattraktiv geworden, dass kaum jemand in die Branche zurückkommen will. Die Abwärtsspirale dreht sich aber nicht erst seit Corona. Der massive Preiskampf, angetrieben durch die Low-Coster, wovor vor allem die Gewerkschaften immer wieder gewarnt haben, war der Anfang vom Ende des schillernden Luftverkehrs. Menschen suchen sich inzwischen deutlich besser bezahlte Arbeit in anderen Branchen und auch die Passagiere erleben eine Servicewüste – denn es gibt schlicht zu wenige Beschäftigte, die nun den riesigen Berg von Arbeit schultern müssen.

Das bedeutet, dass wir zwar an unserem 30. Geburtstag aufgrund der genannten Krisen keine ausgelassene Party feiern wollen, allerdings eine Renaissance der Gewerkschaften im Allgemeinen und der UFO im Speziellen erleben, über die wir uns sehr freuen. Natürlich war es zu jeder Zeit wichtig, eine starke Arbeitnehmervertretung zu haben. Doch auf das Managementversagen, die Ratlosigkeit und fehlende Kompetenzen der Arbeitgeber bei den wichtigen Zukunftsthemen scheint es derzeit nur eine Antwort zu geben: eine starke Gewerkschaft muss ran. Einerseits, um den Frust der verbliebenen Mitarbeiter*innen sichtbar zu machen, aber auch, um die nötige Aufmerksamkeit der Politik zu erhalten - denn die muss jetzt nachhaltige Lösungen finden. Leiharbeiter*innen aus dem Ausland werden das Problem nicht langfristig lösen und führen nur dazu, dass sich die Abwärtsspirale weiterdreht.

Kein Grund sich auf den Erfolgen der Vergangenheit auszuruhen – wir arbeiten an der Zukunft

Vielleicht wird es nun auch Zeit, wieder mehr auf die Community – in unserem Fall die Solidargemeinschaft – zu hören. Die Welt hat sich verändert und in Zeiten von Arbeitnehmermärkten wissen die Beschäftigten selbst am besten, welcher Arbeit zu welchen Bedingungen und welcher Vergütung sie nachgehen wollen. Die Arbeitgeber täten also gut daran, ihren verbliebenen Mitarbeiter*innen und potenziellen neuen genau zuzuhören. Man wird allerdings den Eindruck nicht los, dass die Airlines per se Angst davor haben, dass die Menschen, die für sie arbeiten und einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren sind, überzogene Forderungen hätten, wenn man ihnen ein Mitspracherecht für ihre Arbeitsplätze einräumt. Dabei sind es allen voran Gewerkschaften wie die UFO, die sich in der Vergangenheit als konstruktive Sozialpartner hervorgetan haben. Insbesondere wir als Berufsgewerkschaft von Flieger*innen für Flieger*innen haben die Expertise, was es für unseren Traumberuf braucht, damit er weiterhin Traumberuf bleibt. Dieses Know-how und diese Kompetenz haben wir immer wieder eingebracht und werden auch künftig nicht müde, diese den Arbeitgebern anzubieten.

Wir werden auch nicht müde, uns weiter bei den vielen anderen Herausforderungen für den Luftverkehr einzumischen, in der Politik zu stressen und unsere Meinung als Vertreter*innen der Interessen der Kabinenbeschäftigten in Deutschland zu den wichtigsten Zukunftsthemen kundzutun. Dabei ist immer Dreh- und Angelpunkt, dass Fortschritt nicht zu Lasten von Sicherheit und Fairness gehen kann und dass ganz konkret beim Thema ökologische Nachhaltigkeit immer auch die soziale Ausgewogenheit mitgedacht werden muss.

Die Stärke einer Gewerkschaft lebt nicht zuletzt vom Engagement ihrer Mitglieder

In der Vergangenheit gab es zahlreiche Prophet*innen, die das Ende dieser Organisation voraussagten. Doch die hat sich nicht unterkriegen lassen – “diese UFO”. Denn ihre wichtigste Zutat für das Erfolgsrezept seid Ihr, die Mitglieder. Ihr wart es und seid es immer noch, die der UFO auch in schwierigen Zeiten beigestanden und den Begriff Solidarität immer wieder aufs Neue mit Leben gefüllt haben. Wir freuen uns ebenso, dass auch immer wieder neue Kolleg*innen den Weg zur Gewerkschaftsarbeit finden und das Ehrenamt im Jahr 2022 neu definieren.

Dafür können wir gar nicht die Organisation feiern, sondern eigentlich nur Euch. Wir beginnen mit einem herzlichen Danke an alle Mitglieder für Eure Treue, an alle ehrenamtlichen UFO-Aktiven für Euer Engagement und nicht zu vergessen an die Mitarbeiter*innen der UFO, die auch Teil der UFO-Erfolgsgeschichte sind.

Der heutige Tag markiert den Beginn unseres Jubiläumsjahres

Um unser Danke mit mehr als nur Worte und einem virtuellen warmen Händedruck zu füllen, haben wir uns einige Jubiläumsaktionen überlegt, die unseren Mitgliedern, also Euch, zu Gute kommen. Wir werden darüber separat über die üblichen Kanäle informieren, damit Ihr keine Aktion verpasst.

Für heute möchten wir es bei unseren Gedanken zu diesem runden Geburtstag und unserem Jubiläumslogo, welches Euch über das Jubiläumsjahr begleiten wird, belassen.

Danke, dass Ihr die UFO zu der Solidargemeinschaft macht, die sie ist. Auf die nächsten 30 Jahre.

Euer UFO-Vorstand
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