UFO - Unabhängige Flugbegleiter Organisation
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Presse

Ryanairs Einschüchterungstaktiken

05.10.2018

Airline lässt Verhandlungen mit UFO wegen unliebsamer Presse platzen 

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat für den 16.10.2018 angesetzte Verhandlungen mit der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO) abgesagt. Grund hierfür sei die Pressemitteilung der UFO von vergangener Woche, welche die prekären Arbeitsbedingungen bei Ryanair kritisiert und anmahnt, dass im sicherheitssensiblen Luftverkehr Arbeitsbedingungen auch Sicherheitsaspekte tangieren. Ein Thema, das UFO bei verschiedenen Airlines, auch bei Ryanair, seit Jahren thematisiert.  

Aus Sicht der Gewerkschaft bedienen sich die Iren einer Einschüchterungs- und Hinhaltetaktik. Tarifvorstand und Co-Vorsitzender Baublies dazu: "Ryanair spielt auf Zeit und versucht sich dem Verhandlungsprozess mit einer fadenscheinigen Begründung zu entziehen. Sollte Ryanair die Absage für den bereits vereinbarten Termin nicht zurücknehmen, müssen wir davon ausgehen, dass unsere Verhandlungen gescheitert sind." 

Bereits Anfang der Woche kündigte Ryanair, als direkte Reaktion auf die jüngsten Streiks des Kabinen- und Cockpitpersonals, die Schließung der Station in Bremen sowie eine erhebliche Verkleinerung der Basis in Weeze an.  
"Mehr als Arbeitnehmerrechte mit Füßen zu treten und die Mitarbeiter mit Schließungen, Versetzungen oder Entlassungen zu bedrohen, scheint das Management des Low-Costers nicht zu kennen. Wir sind uns mit den Kollegen der Vereinigung Cockpit darin einig, dass hier nun endlich auch die Politik reagieren und Ryanair in seine Schranken weisen muss. Die Bedrohung der Gewerkschaften aufgrund unliebsamer Veröffentlichungen zu prekären Arbeitsbedingungen scheint eine neue Taktik zu sein und unterstreicht immer mehr die Handlungsunfähigkeit der Airline in Bezug auf ihre Mitarbeiter", so Baublies weiter. 

Gemeinsam mit der Vereinigung Cockpit wird UFO heute an der Basis Weeze Informationsveranstaltungen für die betroffenen Ryanair-Mitarbeiter anbieten. UFO will ihr weiteres Vorgehen bei dieser Gelegenheit mit der Pilotengewerkschaft abstimmen.

Mörfelden-Walldorf, den 05.10.2018

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