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Condor

Balearics –

MTV gilt, Probleme bleiben

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Balearics –

MTV gilt, Probleme bleiben

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11.04.2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

wir hatten Euch gestern darüber informiert, dass die laufende Ausschreibung bezüglich einer Arbeitnehmerüberlassung zur Balearics keinen Hinweis darauf enthielt, dass der MTV auch dort gilt. Lediglich ein Hinweis auf die Vergütungstarifverträge war enthalten.  

Offenbar unter dem unmittelbaren Eindruck unserer Veröffentlichung hat die Geschäftsleitung uns nun mitgeteilt, dass der MTV doch zur Anwendung kommen wird. 

Trotzdem können wir keine wirkliche Entwarnung geben. Die Ops wird mit englischem Cockpit durchgeführt werden. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit (z.B. im Rahmen der TC UK Ops) zeigen, dass die Cockpit-Kolleginnen und -Kollegen sich schwer damit tun, die Regelungen des MTVs zu verinnerlichen und in der täglichen Ops zu berücksichtigen. MTV-Verstöße sind aus unserer Sicht vorprogrammiert. Dies gilt erst recht, weil die Einsatzplanung nach jetzigem Stand aus England heraus erfolgen kann.  

Auch eine betriebliche Mitbestimmung ist bei Balearics nicht vorgesehen. 

Selbst wenn formell der MTV und der VTV gelten, wird der Einsatz im Wege der Arbeitnehmerüberlassung zu tatsächlichen Erschwernissen im Vergleich zu einem Einsatz bei der Condor führen, ohne dass den betroffenen Kolleginnen und Kollegen hierfür ein Ausgleich, z. B. in Form einer Zulage, angeboten wird. 

Eine Arbeitnehmerüberlassung, wie sie im vorliegenden Fall vorgesehen ist, kann aus rechtlichen Gründen niemals auf Dauer angelegt sein. Wo heute noch Condor-Kabinenmitarbeiter zum Einsatz kommen sollen, kann der Arbeitgeber morgen schon auf Personal von dritter Seite zurückgreifen, welches bereit ist, zu einem geringeren Gehalt und noch flexibler als zu Condor-Bedingungen zu arbeiten. 

Augenscheinlich werden originäre Condor-Arbeitsplätze  (z.B HAJ und STR)  sukzessive durch billigere Arbeitsplätze bei Condor-Tochtergesellschaften ersetzt. Diese Gesellschaften, so wurde uns allen erzählt, sollten den Einsatz der Subcharter und Wetleases im Sommer (Balearics) und übergangsweise bis zum Umschreiben der Bücher bei den Air-Berlin-Fliegern (TCA) kompensieren. 

Mehr und mehr wird deutlich, dass der Arbeitgeber ganz andere Absichten hat. 

Aus unserer Sicht bleibt es dabei: Die Bereederung von DE-Flugprogramm mit Flugzeugen anderer AOCs als der Condor Classic stellt mittel- bis langfristig ein ernstzunehmendes Risiko für die Vergütungs- und Beschäftigungsbedingungen der Condor Kabine dar.  

Wenn man sauber spielen würde, würde man so etwas nicht ohne Sozialpartner umzusetzen. Wir haben dieses Thema deshalb ganz oben auf unserer Tagesordnung für die kommenden Termine mit Condor, und werden dort vom Arbeitgeber Lösungen einfordern. 

Eure UFO-Tarifkommission Condor 

Astrid Wach (Sprecherin), Batu Karaoguz (stellv. Sprecher), Norman Wiese (stellv. Sprecher), Susanne Fischer, Gönül Aslan-Kuhner, Susanne Rau, Christian Bötte-Lüdemann, Benjamin Bartsch, Roman Diemer sowie Olaf Bödecker und Florian Brockhoff (UFO-Tarifabteilung)            

Foto Unsplash.com / Markus Spiske
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