UFO - Unabhängige Flugbegleiter Organisation
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Lufthansa

Verhandlungsembargo mit UFO wird

durch Lufthansa aufrechterhalten

28.03.2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen,  

am vergangenen Freitag verlangte Lufthansa, ohne mit UFO zu sprechen, eine Klarstellung von UFO über die Vertretungsberechtigung einzelner Vorstände.  

Zugleich hat Lufthansa wieder einmal alle Verhandlungen gestoppt und im CRA angekündigt, mit der Ergebnisbeteiligung und verschiedenen Tarifverträgen bzw. deren Kündigung einseitig Fakten zu schaffen (Punkt 1 im verlinkten PDF).  

All das entbehrt mal wieder jeglicher Sozialpartnerschaft.  

Wir haben Lufthansa umgehend erläutert, warum dies rechtlich und inhaltlich nicht haltbar ist und haben mit ebenfalls anhängender Mail und mit unserer Veröffentlichung (Punkt 2a und Punkt 2b im verlinkten PDF) zu klärenden Gesprächen eingeladen. Lufthansa hat das mit einer lapidaren Mail am Sonntag zurückgewiesen. 

Daraufhin haben die Anwälte der UFO am Montag mit einem Schriftsatz und den dazugehörigen Unterlagen der Lufthansa glaubhaft gemacht, dass die Vertretungsbefugnis gegeben ist und die bisher an Lufthansa genannten Vertreter, insbesondere im Vorsitz, unzweifelhaft sind (Punkt 3 des verlinkten PDF). 

Der UFO-Vorstand hat außerdem am Dienstag, einstimmig und mit Unterschriften aller Vorstände gegenüber Lufthansa darauf gedrungen, dieses Vorgehen zu unterlassen und die Gespräche mit UFO umgehend wieder aufzunehmen (Punkt 4 des verlinkten PDF). 

Durch ihre Anwälte ließ Lufthansa dann am Mittwoch, einen ganzen Tag nach Ende der dementsprechenden Frist, mit einem "Dreizeiler" die kompletten Eingaben der UFO und ihrer Anwälte ablehnen. (Punkt 5 im verlinkten PDF).  

Wir werden nun weitere juristische Schritte einleiten. Allein schon um den Kollegen, die auf ihre Einstellung warten, Klarheit zu ihren Arbeitsbedingungen zu verschaffen. Außerdem sind wir als UFO der Ansicht, dass 100 % der Ergebnisbeteiligung an Euch ausgezahlt werden muss und nicht wie von LH angekündigt 50 % davon in den Fonds gehen sollen.  

Was das Teilzeitdebakel angeht, werden wir uns nach eingehender Beratung mit der Tarifkommission, die in der kommenden Woche stattfinden wird, noch gesondert bei Euch melden. Schon an dieser Stelle können wir Euch aber versichern, dass wir das nicht so auf sich beruhen lassen werden, sondern hier alle in Frage kommenden Möglichkeiten ausschöpfen. Die tarifvertraglich vorgesehene Schiedsstelle ist bereit angerufen. 

Sowohl die Infragestellung unserer Vertretungsbefugnis als auch die Verweigerungshaltung beim Thema Teilzeit sind weitere untaugliche Versuch seitens Lufthansa, sich aus der Verantwortung zu ziehen. Wir haben wiederholt Gespräche angeboten, um endlich weiter zu kommen. Lufthansa antwortet entweder gar nicht oder über ihre Anwälte.

Dieses Union-Busting wird am Ende keinen Erfolg haben, denn Geschäftsleitungen und Gewerkschaften sind dazu da, um Lösungen zu finden und sich nicht in zig Gerichtsverfahren gegenseitig davon abzuhalten. Mitbestimmung und Mitarbeiter lassen sich mit solchen Mitteln nicht verdrängen. 

Wir halten Euch auf dem Laufenden. 

Viele Grüße  

Euer UFO-Tarif 

 

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