
Jetzt zählt unsere gemeinsame Stimme
Petition gegen die neue steuerliche Behandlung von ID-Tickets
Jetzt zählt unsere gemeinsame Stimme
Petition gegen die neue steuerliche Behandlung von ID-Tickets

Liebe Kolleg*innen,
viele von euch haben sich in den vergangenen Wochen mit großer Sorge an uns und unsere UFO-Personalvertreter*innen gewandt. Der neue Erlass zur Besteuerung von vergünstigten oder unentgeltlichen Flügen bedeutet für viele Beschäftigte der Luftfahrt eine spürbare zusätzliche finanzielle Belastung – besonders für diejenigen, die auf Standby-Tickets angewiesen sind, um überhaupt zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen.
Gerade Kolleg*innen in den unteren Einkommensgruppen trifft diese Änderung besonders hart. Viele nutzen diese Tickets nicht für private Reisen, sondern schlicht, um ihren Beruf ausüben zu können. Wer beispielsweise mehrere hundert Kilometer von seiner Stationierung entfernt lebt oder nach einer Base-Schließung versetzt wurde, hat oft keine realistische Alternative. In einzelnen Fällen kann die neue Regelung dazu führen, dass am Monatsende mehrere hundert Euro weniger zum Leben bleiben.
Genau in solchen Situationen ist es unsere Aufgabe als Gewerkschaft, aktiv zu werden und auch unsere Personalvertreter*innen zu unterstützen.
Die UFO hat deshalb eine Petition für den Deutschen Bundestag eingereicht. Unser Ziel ist klar:
Wir fordern die Rücknahme der aktuellen Erlasse zur Besteuerung der sogenannten Standby-Tickets und die Wiederherstellung der vorherigen Regelung. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, dass zukünftige Entscheidungen nur im Dialog mit den Betroffenen und ihren Interessenvertretungen getroffen werden.
Uns ist wichtig, dass politische Entscheidungsträger*innen verstehen, was diese Regelung in der Praxis bedeutet. Für viele Beschäftigte geht es nicht um Vergünstigungen oder Privilegien – es geht darum, ihren Beruf überhaupt noch wirtschaftlich ausüben zu können.
Uns erreichen aktuell auch unterschiedliche Einschätzungen, wie mit der Situation umzugehen ist. Wir begrüßen Vorhaben, die gegen fragwürdige Interpretationen des Erlasses vom 05.11.2025 vorgehen. Denn diese Auslegungen führen aktuell faktisch zu einer Erhöhung von fälligen Steuer- und Sozialabgaben für eine Vielzahl von Mitarbeitenden etwa bei der Lufthansa.
Dabei ist uns wichtig: Individuelle Schritte und politische Initiativen schließen sich nicht aus. Während Einzelfallprüfungen dort sinnvoll sind, wo konkrete Abrechnungen oder individuelle Konstellationen bewertet werden müssen, adressiert die Petition die grundlegende Frage, ob die zugrunde liegende Regelung insgesamt sachgerecht und ausgewogen ist. Gleichzeitig muss der Erlass unabhängig von dessen Anwendung aber auch inhaltlich deutlich kritisiert werden, da die Bemessungsgrundlage zur Berechnung des geldwerten Vorteils um 50 % von 0,04 € pro Kilometer auf 0,06 € pro Kilometer angehoben wurde – eine Veränderung, die sich für viele von euch Monat für Monat direkt im Geldbeutel bemerkbar macht. Das ist keine leichte Anpassung, sondern eine erhebliche Mehrbelastung für shuttelnde Kolleg*innen.
Wir als UFO werden weiterhin alles daransetzen, die Situation zu verbessern. Wir führen Gespräche, bringen unsere Argumente in politische Prozesse ein und machen die realen Auswirkungen dieser Regelung sichtbar. Doch eine starke Stimme braucht auch Unterstützung.
Deshalb bitten wir euch und eure ID-Berechtigten: Unterstützt unsere Petition.
Mit eurer Unterschrift helft ihr dabei, den Druck zu erhöhen und deutlich zu machen, dass diese Regelung viele Beschäftigte der Luftfahrtbranche unzumutbar belastet.
Vielen Dank für eure Unterstützung und euer Vertrauen.
Mit kollegialen Grüßen
Euer UFO-Vorstand



